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Menschen begleiten, Kooperationen gestalten, Netzwerke bilden

Annette Hohnwald ist die neue Pfarrerin für Altenpflegeheimseelsorge

Am 1. August 2020 hat Annette Hohnwald die Pfarrstelle für Altenpflegeheimseelsorge im Kirchenkreis Steglitz übernommen. Damit ist das Kirchenkreis-Team nach dem Ausscheiden von Susanne Peters-Streu Ende Juni wieder komplett. Die 47-jährige Theologin hatte zuletzt in der Schöneberger Luther-Kirchengemeinde gearbeitet. Dort leitete sie unter anderem das Geistliche Zentrum für Demenz des Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg und hatte einen Seelsorgeauftrag im ehemaligen Charlottenheim.

„Menschen begleiten, Kooperationen gestalten, Netzwerke bilden. Das ist es, was mich interessiert und was ich in meine neue Aufgabe einbringen möchte“, sagt Annette Hohnwald. Das Leben im Pflegeheim sei mit seinen Höhen und Tiefen genauso vielfältig wie außerhalb. Für viele bedeute es den Verlust von Eigenständigkeit und gerade zu Beginn große Unsicherheit. Für andere aber sei der Umzug ins Heim auch Entlastung und die Möglichkeit für einen Neubeginn. Die Begleitung von Menschen in diesen existentiellen Prozessen liege ihr am Herzen, sagt Hohnwald. Das gelte sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Angehörige und Pflegekräfte.

Seelsorge und Verkündigung sind immer die Schwerpunkte von Annette Hohnwald gewesen. Mit dem letzten begann die geborene Duisburgerin bereits als Jugendliche in der Gestaltung von Kindergottesdiensten. Die Seelsorgearbeit vertiefte sie nach ihrer Zeit als Entsendungspfarrerin in verschiedenen Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen. Bei der Diakonie Düsseldorf war Annette Hohnwald später Seelsorgerin für die Mitarbeitenden der Altenpflege. Zentrale Themen ihrer Arbeit waren dort das Leben im Alter, Demenzarbeit und die Kultur des Sterbens.

Auf die Frage, wie sie denn nach Berlin gekommen sei, hat Annette Hohnwald eine Anekdote parat: 2014 wurde sie auf eine Stellenanzeige der Diakonie Deutschland als Referentin für diakonische Profilentwicklung aufmerksam, führte interessehalber ein einstündiges Telefongespräch und wurde gebeten, ihre Bewerbung einzureichen. Sie stellte die Unterlagen zusammen und packte sie anschließend in die Schublade. Nach Ablauf der Frist erhielt Hohnwald einen Anruf, weil ihre Bewerbung bei den Einsendungen vermisst wurde. Sie sagte, dass sie sich für das Rheinland und gegen Berlin entschieden hätte. Bald danach fing sie aber an, sich über die verpasste Chance zu ärgern und zwar, wie sie sagt, drei Monate lang. Wie durch ein Wunder kam Wochen später erneut ein Anruf aus Berlin: sie hätten sich für keine der Bewerbungen entscheiden können und würden neu ausschreiben, ob sie sich dieses Mal bewerben wolle …

Annette Hohnwald ging nach Berlin und hat es nicht bereut. Die Stadt bietet genug Anregung für ihre vielfältigen Interessen. Nun freut sie sich gemeinsam mit dem Kirchenkreis Steglitz auf eine gute Zusammenarbeit.

ub

Letzte Änderung am: 11.08.2020