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Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde

In der Wismarer Straße 26-36 am Teltowkanal befand sich seit Juni 1942 das KZ-Außenlager Lichterfelde. Die Häftlinge aus dem umzäunten Barackenlager mussten für die Berliner SS-Dienststellen zur Verfügung stehen und Bau- sowie Aufräumarbeiten nach Bombenschäden leisten. Am 21. April 1945 löste die SS das Außenlager auf, nachdem sie die ca. 1500 Häftlinge zuvor ins KZ Sachsenhausen zurückgebracht hatte.

Seit 2001 widmet sich die Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V. (IKZ) der Erinnerungsarbeit rund um das KZ-Außenlager Lichterfelde. Das Lager befand sich von 1942 bis 1945 dort, wo die Wismarer Straße den Teltowkanal überquert. Heute erinnert die „Säule der Gefangenen“ – eine Basaltlava-Stele – an den Standort des Lagers.

Die Initiative organisiert jährlich am 8. Mai, am Tag der Befreiung, eine Gedenkfeier, um an die Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrationslagern, aber auch an jene, die die Inhaftierung nicht überlebten, zu erinnern. Unter dem Motto „Radeln gegen das Vergessen“ organisiert die IKZ seit einigen Jahren ebenfalls die Rudi-Wunderlich-Gedenkfahrt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fahren mit dem Rad die Strecke von Steglitz nach Prenzlauer Berg ab, die Rudi Wunderlich, Häftling im KZ-Außenlager Lichterfelde, einst in die Freiheit führte.

In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Sachsenhausen konnte durch eine Zuwendung der Lottostiftung die kostenlose App „satellite camps“ entwickelt werden, mit der die Geschichte der KZ-Außenlager in Berlin erzählt wird.

Weitere Informationen zur Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V. und ihrer Arbeit finden sie auf der Webseite der IKZ  oder der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf.

Letzte Änderung am: 28.04.2022