www.kirchenkreis-steglitz.de: Newsmeldungen https://www.kirchenkreis-steglitz.de/ Newsmeldungen de www.kirchenkreis-steglitz.de: Newsmeldungen https://www.kirchenkreis-steglitz.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.kirchenkreis-steglitz.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 03 Dec 2018 15:09:00 +0100 Aktiv in jedem Alter https://www.kirchenkreis-steglitz.de//was-wir-tun/aktiv-in-jedem-alter.html AmÄ Mon, 03 Dec 2018 15:09:00 +0100 Familien stärken heißt gesellschaftlichen Frieden erhalten https://www.kirchenkreis-steglitz.de//wer-wir-sind/kirchenkreis/kreissynode/herbstsynode-2018.html Meldungen Thu, 29 Nov 2018 17:42:00 +0100 Fachkraft mit gärtnerischer Ausbildung gesucht https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/fachkraft-mit-gaertnerischer-ausbildung-gesucht.html Stellenanzeigen Wed, 21 Nov 2018 10:35:07 +0100 Vom Gemeindedienst in die Krankenseelsorge https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/vom-gemeindedienst-in-die-krankenseelsorge.html Am Sonntag, den 11. November fand in der Johannes-Kirche Lichterfelde ein feierlicher Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrerin Heike Iber statt. Die 43-Jährige wechselt in die Krankenseelsorge.

Sechs Jahre war Heike Iber mit einer halben Stelle Pfarrerin der Johannes-Kirchengemeinde. Einer ihrer Schwerpunkte war in dieser Zeit die Kinder- und Familienarbeit: Unter ihrer Leitung wurde die Familienkirche eingeführt und sehr erfolgreiche Kita-Gottesdienste und Kinderbibeltage veranstaltet. Seit 2015 arbeitete die geborene Berlinerin zudem als Religionslehrerin in der Rothenburg-Grundschule.

Heike Iber studierte Theologie in Berlin und Amsterdam, ihren Entsendungsdienst leistete sie im Kirchenkreis Neukölln. Bereits am 1. November hat sie ihre neue Kreispfarrstelle für Krankenseelsorge im Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf begonnen.

Heike Iber ist verheiratet mit Pfarrer Roland Wicher und hat zwei Kinder.

]]>
Meldungen Mon, 05 Nov 2018 13:39:15 +0100
Neue Kita-Fachberaterin im Kirchenkreis Steglitz https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/neue-kita-fachberaterin-im-kirchenkreis-steglitz.html

Die Runde der kreiskirchlichen Mitarbeitenden ist wieder vollständig: Anna Bökenkamp hat am 1. September die Fachberatung für Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Steglitz übernommen. Damit ist sie zuständig für die Beratung und Begleitung der Träger und Leitungen von insgesamt 18 evangelischen Kitas in Steglitz.

„Zunächst einmal möchte ich mit den Kita-Leiterinnen und den zuständigen Ansprechpersonen der Kirchengemeinden in Kontakt kommen, ihre Anliegen und Bedarfe aufnehmen und verstehen“. Anna Bökenkamp freut sich über ihr neues vielfältiges Arbeitsfeld. Sie möchte einen Überblick über den Schwerpunkt jeder einzelnen Kita erhalten und die Leiterinnen kennenlernen. Ein umfangreiches Besuchsprogramm steht also auf ihrem Plan. Außerdem muss die Zusammenarbeit mit der Kita-Abteilung des Kirchlichen Verwaltungsamtes gestaltet werden. Erste Kontakte zu den zuständigen Fachpersonen auf Bezirksebene haben darüber hinaus stattgefunden.

17 Jahre lang war Bökenkamp in verschiedenen Feldern der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe tätig. Sie studierte Sozialarbeit in Düsseldorf und absolvierte parallel dazu eine Beratungsausbildung in Personenzentrierter Gesprächsführung. Anschließend sammelte sie Erfahrungen in wichtigen Arbeitsfeldern: Offene Kinder- und Jugendarbeit einer evangelischen Kirchengemeinde, Arbeit in einem internationalen Kindergarten, Aufbau und Leitung einer Elterninitiativ-Kindertagesstätte und die Eltern-Konfliktberatung gehören unter anderem dazu. Als Bökenkamps persönlicher Schwerpunkt hat sich im Lauf der Jahre die Organisationberatung mehr und mehr herauskristallisiert. Aus diesem Grund hat sie den Master in Systemischer Beratung mit dem Schwerpunkt Organisationsberatung an der Hochschule Nordhausen erworben.

Während ihres Master-Studiums arbeitete sie zuletzt für die AWO Erziehungshilfeverbund e. V. in Strausberg. Dort baute sie das „Netzwerk Familienförderung und Kinderschutz im Quartier“ im Rahmen der Sozialen Stadt auf.

Außerhalb der Arbeit liebt Anna Bökenkamp das Wandern, Fahrradfahren und Entdecken des Landes Brandenburg. Die 43-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder.

]]>
Kitas Kita Tue, 25 Sep 2018 17:04:00 +0200
Heute schon an Weihnachten denken https://www.kirchenkreis-steglitz.de//was-wir-tun/kirchenmusik/musikprojekte-suchen-menschen.html Kirchenmusik Meldungen KiMu Tue, 11 Sep 2018 15:30:01 +0200 Friedrich Wirnsberger (1931-2018) https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/friedrich-wirnsberger-1931-2018.html In der Traueranzeige zu seinem Tod am 7. Juli 2018 wurde Friedrich Wirnsberger, Pfarrer und Superintendent i.R., von 22 Kolleginnen und Kollegen seiner Steglitzer Zeit mit folgenden Worten gewürdigt:

„Wir erinnern uns an seine Geradlinigkeit und Wahrhaftigkeit, seinen Humor und seinen Charme, an seine Autorität und seine Zugewandtheit, seinen sorgsamen Umgang mit der Sprache und den leise kärntnerischen Klang seiner Sätze, an seinen erfahrungssatten kritischen Blick auf die Welt und auf seine Kirche“.

„Keine Vita!“

Ein großer und aufrechter Mensch war er, mit kräftigem Widerspruch gegen Selbstdarstellung und falsche Töne in der Kirche wie in der Politik. Keinen ausführlichen Lebenslauf wollte er, doch wie ist das möglich bei einem so bemerkenswerten Lebensweg und einer so eindrücklichen Prägung und Ausstrahlung? 

Mit anrührenden Worten wurde im Gedenkgottesdienst in der Johanneskirche am 20. Juli mit dem von ihm gewünschten Pfarrer i.R. Rolf Tischer (früher Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz), Pfarrerin Miehe-Heger und vielen, die er auf ihrem Lebensweg begleitet hat, Abschied von Friedrich Wirnsberger genommen. Er selber hatte dazu noch Lieder und Texte ausgesucht. Kräftig erklang der Gesang der Gemeinde. Die Aufbrüche im Leben Friedrich Wirnsbergers standen im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Tischer über das Wort des Apostels Paulus:

„Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“ (Römerbrief 14,8)

Aufbrüche

„Als meine Taufpaten von meiner Studienrichtung hörten, brachen sie den Kontakt ab“

- so überschrieb Friedrich Wirnsberger seinen ungewöhnlichen beruflichen Weg in dem Buch „Warum ich Pfarrer wurde“ (Hartmut Walsdorff, Hg., Wichern-Verlag, 1985). Aus einer Arbeiter- und Bauernfamilie in Kärnten kommend, war er der erste, der ins Gymnasium ging. Schon mit 14 Jahren musste er daneben zum Lebensunterhalt beitragen, weil der Vater nicht aus dem Krieg zurückgekommen war. Sein Religionslehrer brachte ihn dazu, die Bibel zu lesen, deren sorgfältiges Studium sein Leben bestimmen sollte. „Pfarrer waren in breiten Volksschichten nicht angesehen. Man hielt sie eher für Spinner“, erklärt Friedrich Wirnsberger die ablehnende Haltung seiner Taufpaten. Doch er hielt durch beim Studium der Sprachen und dann der Theologie in Wien, Lund und Tübingen und auch, als er in der Diasporagemeinde in den unwegigen Kärntner Bergen als Vikar auf sich allein gestellt war. Dort begegnete er Menschen, die das ‚Priestertum aller Gläubigen‘ lebendig hielten.

Seine Frau Walfriede und er kannten sich seit Jugendzeiten. Zwei Töchter und zwei Söhne wurden ihnen geschenkt. Die junge Pfarrfamilie folgte dem Ruf nach Westberlin, wo er von 1963-1971 Pfarrer in der Heilandsgemeinde / Tiergarten war. Mit seinem österreichischen Pass konnte er intensiv die kirchlichen Partnerbeziehungen zwischen Ost und West pflegen.

Ein großes Wagnis war 1971 der Aufbruch in die deutschsprachige Ev. Lutherische Kirche in Concepción / Chile. Den Putsch gegen die Regierung Allende am 11. September 1973 hat er selbst miterlebt. Zivilcourage bewies er bei den Besuchen von Gefangenen. Seine Gemeindeleitung ließ ihn bei diesem gefährlichen Beistand gewähren. Die Erfahrungen in Chile und die Freundschaft mit Karoline Mayer blieben für ihn von großer Bedeutung. Als der 9/11 zum Gedenktag an die Anschläge auf die Türme in New York im Jahre 2001 wurde, hat er sich mit einem Schild vor die Gedächtniskirche gestellt, um den Putsch am 11.September 1973 in Chile aus der Vergessenheit zu holen. Und wenn jemand von „Amerika“ sprach, fragte er kritisch nach, was gemeint sei: die USA oder Lateinamerika?

Nach der Rückkehr aus Chile 1977 war Friedrich Wirnsberger für fünf Jahre Pfarrer in der Fürbittgemeinde in Neukölln. Dort erreichte ihn der Ruf, sich neben dem Vakanzverwalter als Kandidat für das Superintendentenamt im Kirchenkreis Steglitz, verbunden mit einer Pfarrstelle in der Johannesgemeinde, zur Verfügung zu stellen. Zur allgemeinen und insbesondere seiner eigenen Überraschung wurde er gewählt, und so wurde die Johannesgemeinde zu der Gemeinde, in der er am längsten Pfarrer war (1982-1993).

Hier entfaltete er seine vielfältigen segensreichen Tätigkeiten: Seine Predigten waren biblisch fundiert, klar, aber nicht vereinfachend, ohne Hülsen und Redewendungen, nicht pastoral, immer auch etwas widersetzlich und mit Lust am Spiel mit Worten. Er achtete auf „einfache Sprache“, hat nie abgehoben gesprochen und ist so bei den Menschen geblieben. Bei der Textauslegung hat er immer wieder Erkenntnisse gewonnen, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen. Kleine Details in seinen Beobachtungen haben für ihn oft das große Ganze ausgelegt. Und vielen bleibt in Erinnerung, wie er seine großen Hände zum Segen erhob.

Sein Herz hing besonders auch an den Besuchen in der Gemeinde. Zusammen mit Magdalene Baur und Agnes v. Walther hat er das Besuchsdienstseminar begründet und auch im Ruhestand weiter begleitet. Und er setzte sich für eine kritische Aufarbeitung der Geschichte der Johannesgemeinde in der NS-Zeit ein.

Als Superintendent waren ihm zugleich die Förderung der Zusammenarbeit im Kirchenkreis und die Nähe zu den Gemeinden und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtig. Besuche, Begegnungen und Zusammenkünfte entsprachen seinem persönlichen Leitungsstil.

Als er erkannte, angesichts der institutionellen Mühlen auch in der Kirche, seinen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden zu können, gab er das Superintendentenamt 1989 vorzeitig auf und begründete seinen Schritt vor der Kreissynode:

„Die doppelte Verpflichtung in Gemeinde und Kirchenkreis lassen eines von beiden, vielleicht beides, zu kurz kommen. Ich sehe immer weniger Möglichkeiten, die Interessen des Steglitzer Kirchenkreises der schier allmächtigen landeskirchlichen Bürokratie gegenüber durchzusetzen.“

Auch als Superintendent war Friedrich Wirnsberger in der Johannesgemeinde sehr präsent. Auf die Gemeinde konnte er sich nun in den letzten vier Jahren vor dem Ruhestand (1993) ganz konzentrieren.

In Erinnerung behalten

Friedrich und Walfriede Wirnsberger sind manchen aus der Johannesgemeinde zu verlässlichen Weggefährten und vertrauten Freunden geworden. In seiner Freundschaft mit Schwester Karoline Mayer in Chile und Superintendent Joachim Rißmann im Kirchenkreis Lichtenberg und in der Kirchengemeinde Karlshorst prägte er die partnerschaftlichen Beziehungen. Sein wacher Blick auf die vielfach nicht hinterfragte institutionelle Selbstbestätigung und Sprachverwirrung in der Kirche und in der Politik half andern bei ihrer kritischen Orientierung. Wir werden seine zuweilen spitzen Bemerkungen mit zugespitzten Lippen und einem Lächeln in den Augen nicht vergessen. Vor allem aber behalten wir ihn in Erinnerung als einen zugewandten Menschen, der wirklich wissen wollte, wie es den andern geht. Er konnte zuhören.

Gottfried Brezger, Christiane Jenner

]]>
Meldungen Startseite Thu, 06 Sep 2018 15:27:00 +0200
Äpfeldiebe https://www.kirchenkreis-steglitz.de//was-wir-tun/fuer-kinder/kindertagesstaetten/kita-petrusheim/aepfeldiebe.html Kitas Meldungen Kita Mon, 03 Sep 2018 15:20:00 +0200 Viel investiert und viel erreicht https://www.kirchenkreis-steglitz.de//was-wir-tun/erinnerungskultur/interview-katrin-rudolph.html Erinnerungskultur Meldungen Sat, 25 Aug 2018 14:56:00 +0200 Dankbar für viele reiche Jahre https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/dankbar-fuer-viele-reiche-jahre.html Fortbildung, Qualitätsmanagement, Supervision und Vernetzung sind nur einige der Arbeitsfelder der Beratung für die evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Steglitz. Nach 27 Jahren als Kitaberaterin und insgesamt 39 Steglitzer Dienstjahren geht Christel Michaelis zum September in den Ruhestand. Ein Gespräch darüber, wie es wurde, was es ist.

„Mir hat es immer Spaß gemacht, etwas Neues zu lernen, Ideen zu entwickeln und weiterzugeben“, sagt Christel Michaelis. Das muss der Grund gewesen sein, warum sie sich 1991 erfolgreich auf die kreiskirchliche Stelle für die Beratung der Miniclubs, der offenen Kinderarbeit und der Kitas bewerben konnte. Zu dem Zeitpunkt war Christel Michaelis bereits 12 Jahre in der Jugend- und Konfirmandenarbeit der Markus-Kirchengemeinde tätig gewesen. Eine Supervisionsausbildung hatte sie ebenfalls abgeschlossen. Dass der Markus-Kiez zu ihrem Dreh- und Angelpunkt wurde und es noch heute ist, war allerdings nicht abzusehen, als die gebürtige Wolfsburgerin Anfang der 1970er Jahre zum Pädagogik-Studium nach Berlin kam.

Was heute den weitaus größten Teil ihrer Arbeit ausmacht - die Beratung der Kindertagesstätten - ließ sich vergleichsweise gemächlich an: In den 1990er Jahren regelte ein zentrales Kita-Amt der Landeskirche alle finanziellen und personellen Fragen direkt mit den Kitas, sodass Michaelis lediglich den Kontakt zwischen Kirchenkreis und Kita-Leiterinnen verstärken sollte. So war anfangs die Beratung der 24 Mini-Club-Leiterinnen und der damals zahlreichen Mitarbeiterinnen der „offenen Kinderarbeit“ in den Gemeinden ihre Hauptaufgabe.

Beginn des Steglitzer Kita-Solidarsystems

Die großen Veränderungen kamen Ende der 90er Jahre durch den Senat mit Sparmaßnahmen und einem neuen Finanzierungssystem für Kitas. Gleichzeitig wurden die Verantwortlichkeiten für die Kitas in die Kirchenkreise verlagert. Nun war guter Rat teuer, denn mit der Übernahme der Verantwortung wanderten auch 360.000 DM Defizit nach Steglitz. „Ich hatte bis dahin kaum etwas mit der Finanzierung der Kitas zu tun und kann mich noch genau an die Runde mit den Kita-Leiterinnen im November 1997 erinnern“, erzählt Christel Michaelis. Es wurde beraten, wie mit dem riesigen Defizit umzugehen sei und wo gespart werden könnte. Der gemeinsam erarbeitete Vorschlag lautete schließlich, Kosten bei Vertretungsmitteln zu mindern. „Das war die Geburtsstunde des Kita-Solidarsystems und aus der Sorge um den Untergang wurde schließlich eine Aufbruchstimmung. Die Beteiligung der Leitungen an wichtigen Entscheidungen hat sich bis heute sehr bewährt“ sagt sie. Die Kita-AG, eine Arbeitsgruppe besetzt mit Vertretungen der Kita-Leiterinnen, der Träger, des Kirchlichen Verwaltungsamtes und der Kitaberaterin des Kirchenkreises erarbeitet seitdem Regelungen für Finanzen und Personalentwicklung. Mit dem Solidarsystem sollten die Kirchengemeinden als Träger und die Leitungsverantwortlichen der Kitas mit dem Ziel unterstützt werden, diese in gemeindlicher Trägerschaft zu halten. Schließlich sei eine Kita ein wesentlicher Teil der Gemeinde, sagt Michaelis.

Das Qualitätsmanagement

2003 führte der Senat das Berliner Bildungsprogramm ein. Es bietet eine klare Orientierung für die inhaltliche Arbeit der Kitas und ihrer Ziele. Ein begleitendes Qualitätsmanagement (QM) wurde notwendig. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Regina Finke aus dem Norden Berlins entwickelte Michaelis ein QM-System für Kitas. Seit 2005 wurden Kita-Leitungen und QM-Beauftragte der Kitas in zwei 1½-jährigen Kursen darin geschult. „Qualitätsmanagement muss leben“, sagt Christel Michaelis. Deswegen gäbe es noch heute zwei QM-Zirkel, die sich monatlich unter ihrer Leitung träfen. Eingewöhnung neuer Kinder, Gestaltung von Festen, Elterngespräche und mehr: Neben grundsätzlichen Regeln für den ganzen Kirchenkreis erarbeitet jede Kita ihre eigenen Standards. Viel Arbeit, die aber längerfristig entlastet und Qualität gewährleistet.

Vielfalt ohne Routine

Bei so viel Entwicklung erkennt auch der Unbeteiligte, dass es Änderungen gegenüber der ursprünglichen Beauftragung von Christel Michaelis gegeben haben muss. Die Zuständigkeit für die „offene Kinderarbeit“ gab sie an einen Kollegen ab, das Modell der Miniclubs mit drei Vormittagen in der Woche lief sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen aus. An ihre Stelle traten die kitaähnlichen Eltern-Kind-Gruppen (EKG) mit einer senatsgeförderten Halbtagsbetreuung einschließlich der Mitarbeit von Eltern. Auch diese sind von achtzehn auf mittlerweile zwei geschrumpft. Die vielfältige Arbeit aber habe ihr über die Zeiten und Entwicklungen immer viel Freude gemacht, sagt Christel Michaelis. Ob Supervision, Krisengespräch, Teamfortbildung oder Baumaßnahmen: „Mich immer wieder neuen Anforderungen stellen, macht mir immer noch Spaß“. Allerdings stellt sie fest, dass die Aufgaben über die Jahre zugenommen hätten. Aber es gäbe tolle Kita-Leiterinnen in Steglitz, die gern gemeinsam die Dinge voranbrächten. Zum Beispiel hätten sie zusammen ein so komplexes Thema wie das Gesundheitsmanagement angepackt, das hätte sie allein nicht geschafft.

Kitas unter Druck

Schwer sei es, die heutige Situation der Kita-Leitungen und Mitarbeitenden zu sehen, meint Christel Michaelis. „Der Fachkräftemangel belastet seit längerem unsere Kitas. Zurzeit ist es kaum möglich, freie Stellen zu besetzen“, sagt sie. Wegen der schlechten Bezahlung und hohen Belastung würden junge Fachkräfte schnell wieder aus dem Beruf aussteigen. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab einem Jahr und die beitragsfreie Kita verschärfe die Situation noch. Eltern weinten, weil sie keinen Platz für ihr Kind finden, Mitarbeitende würden wegen Überlastung krank, sagt Christel Michaelis. Es müsse viel mit Personalfirmen gearbeitet werden, dabei lebe der Beruf durch die Beziehungen. „Da ist kein Ende des Drucks abzusehen“, sagt sie.

Augen offenhalten

Und nun, liebe Frau Michaelis, was kommt auf Sie zu? „Aussortieren, ordnen und vor allem loslassen“, ist die knappe Antwort. Die ersten beiden seien etwas mühselig, würden ihr aber vielleicht bei dem letzten helfen. Sie könne sich die Phase nach dem Ende der Arbeit jetzt einfach noch nicht vorstellen. Aber es gebe ja vieles, das ihr neben der Arbeit auch Spaß machte. Sie freue sich, bald mehr Zeit für Reisen, Museen, Garten und Musik zu haben, um nur einige zu nennen. „Ich bin sicher, da kommen neue Aufgaben auf mich zu, ich werde die Augen auf jeden Fall offenhalten“, schließt sie.

Mehr über die Steglitzer Kitas unter: www.kirchenkreis-steglitz.de/kita

Ulrike Bott

]]>
Meldungen Kita Thu, 09 Aug 2018 12:18:00 +0200