www.kirchenkreis-steglitz.de: Newsmeldungen https://www.kirchenkreis-steglitz.de/ Newsmeldungen de www.kirchenkreis-steglitz.de: Newsmeldungen https://www.kirchenkreis-steglitz.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.kirchenkreis-steglitz.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 14 May 2020 13:41:05 +0200 Aus tiefsten Tiefen zu höchstem Licht https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/aus-tiefsten-tiefen-zu-hoechstem-licht.html Bis zum 30. Juni 2020 ist in der Johannes-Kirche Lichterfelde eine Ausstellung mit Bildern des Bühnenbildners, Regisseurs und Malers Achim Freyer zu sehen (Johanneskirchplatz 4, 12205 Berlin). Die Besichtigung ist Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 16–18 Uhr sowie vor und nach den Gottesdiensten möglich.

Bei allem Übel, das mit diesen schweren Zeiten der Krise sich verbindet, gibt es doch auch schöne Momente, die gerade jetzt aufscheinen. Es entstehen Ideen und Aktivitäten, die vor dieser Zeit der Ausnahmesituation nicht entstanden sind. In der Einladung der Johannesgemeinde, in ihrer wunderschönen Kirche Bilder von Achim Freyer zu zeigen, sieht die Achim Freyer Stiftung einen solchen, schönen Moment – und mit großer Freude haben wir zugestimmt und Ja gesagt zu der Idee, die geographische Nachbarschaft zu einer gelebten Nachbarschaft zu machen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Achim Freyer in oder für eine Kirche arbeitet. So erstrahlt der Innenraum der Kirche am Hohenzollernplatz in Berlin seit 1991 in dem Licht, das die von Freyer neu gestalteten Seitenfenster spenden. 2016 schuf Freyer eine den gesamten Kirchenraum umfassende Installation mit skulpturalen Naturelementen in der Kunststation St. Peter in Köln. Und im Jahr 2018 zeigte er in einer temporären Ausstellung neue Bilder unter dem Titel „Licht aus Farbe“, erneut in der Kirche am Hohenzollernplatz.

Achim Freyer hat keine Berührungsängste, wenn es darum geht, seine Kunst im Zusammenklang mit einem kirchlichen Raum zu zeigen. Nun zählen Berührungsängste mit anderen Sphären zwar eh nicht zum Repertoire dieses vielseitigen Künstlers, aber es kommt hier noch ein tieferes verbindendes Element hinzu. Denn Kunst und christliche Religion folgen in ihrem innersten Kern einer gleichen Sehnsucht. Sie halten den Traum wach von einer anderen Welt. Einer Welt der Freiheit und Gerechtigkeit, einer Welt, in der das uns Bekannte wie das uns Fremde mit dem vorurteilsfreien Blick des Respekts und der Liebe angesehen wird. Eine Welt der Wärme und des Miteinanders, eine Welt des Anhörens und Ansehens des Anderen.

Unter dem Titel „Aus tiefsten Tiefen zum höchsten Licht“ hat Achim Freyer für die Ausstellung in der Johanneskirche in Berlin-Lichterfelde Bilder aus den Jahren 2017–2020 ausgewählt – einige von ihnen sind für diese Ausstellung entstanden.

Große Kunst umkreist immer die Grundkonditionen der menschlichen Existenz, Leben und Tod, Licht und Dunkel, Liebe und Einsamkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Achim Freyer lässt mit seinen Bildern in der Johanneskirche alle Klangfarben des menschlichen Lebens anklingen. So reicht die Palette von den tiefen Tönen der Nachtseiten des Daseins wie in „November“, 2019, bis zu den lichten Schwingungen in den leuchtenden Farbflächen von „Impression“, 2019.

Die beiden großformatigen Arbeiten sind aus mehreren Einzeltafeln zusammengesetzt. Sie folgen damit einem Prinzip der künstlerischen Genese des Werkes, die Freyer seit einiger Zeit verfolgt. Der Künstler malt ein Bild über mehrere zusammengelegte Bildtafeln hinweg und reist diese danach wieder auseinander, kombiniert sie in neuer Weise und lässt so immer neue Konstellationen entstehen. Wie eine Metapher unserer gegenwärtigen Gesellschaften, die nicht mehr unisono einem harmonischen Bild, einer Idee, einer Religion folgen, sondern zusammengesetzt sind aus heterogenen Elementen, unterschiedlichen Kulturen, Ideen, Weltvorstellungen, zeichnet dieses Entstehungsprinzip der Bilder gewissermaßen die Risse unserer Gegenwart nach und verbindet sie mit der Hoffnung, dass Neues entsteht, neue Konfigurationen, in denen ehemals Fremdes zueinander findet im mannigfaltigen Bild des Diversen.

Die Ausstellung zeigt aber auch Einzelbilder, wie beispielsweise das kreisrunde „gli anni“, in dem die Zyklen der eigenen Existenz, Jahresringen gleich, in unterschiedlichen Farbigkeiten sich ineinanderfügen. Achim Freyer arbeitet in und mit seiner Malerei immer gegen das Festgefügte, das Enge, das Einengende an. Rasterhafte Strukturen, Liniengefüge, die das Dasein in Grenzen fassen, werden von rigiden Schwüngen der Malerei attackiert. In der Sprache der Malerei offenbart sich ein fundierter Freiheitsdrang, der Fesseln des Begrenzenden, Verengungen des Geistigen zu sprengen sucht.

So entstehen Lichtungen, Areale des Freien, des Unbestimmten, Terrains der Offenheit – so in „Offene Setzung“ 2020. Farbige Flächen, die frei auf der Wandfläche zu schweben beginnen – und mit ihnen die begrenzenden Lineaturen gleich mit – ein System der freien Kräfte, Ausloten des Freiraums.

Den Altarraum der Johanneskirche flankiert Achim Freyer mit zwei Fundstücken aus der Natur, die er bearbeitet hat. Zur Linken sehen wir ein hölzernes Fragment, das anmutet wie die überblendete Silhouette einer individuellen Figur, gezeichnet mit den Lineaturen der Wirklichkeit, den Tätowierungen des Daseins – „Ohne Titel (Einzelner)“, 2017. Zur Rechten überlässt Freyer ebenfalls einem gefundenen hölzernen Objekt die Diktion der Malerei. In „Du sollst Dir kein Bildnis machen“, 2017, setzt ein in der Natur gefundenes Stückchen Holz die Abstraktion eines Kruzifix in Szene und fragt nach der vielgestaltigen Offenheit unserer Vorstellungskraft.

ACHIM FREYER

Achim Freyer zählt seit Jahrzehnten zu den herausragenden Bühnenbildnern und Regisseuren unserer Zeit. An den großen Theatern Europas und an den bedeutenden Opernbühnen der Welt inszeniert er bis heute. Seine Inszenierung des „Oedipe“ von Georges Enescu bei den Salzburger Festspielen 2019 wurde von der New York Times zu den weltweit besten Inszenierungen des Jahres gezählt.

Grundlage des Theaterschaffens von Achim Freyer ist sein bildkünstlerisches Werk. „Was ich entdeckte, habe ich in der Malerei entdeckt.“ Im Windschatten seines Weltruhms als Theatermann ist bis heute weniger bekannt, dass Achim Freyer auch als bildender Künstler ein bedeutendes Werk geschaffen hat, an dessen Weiterentwicklung er weiterhin unablässig arbeitet. Freyer war auf der documenta 6 im Jahr 1977 und der documenta 8, 1987 in Kassel vertreten. Zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland kommen hinzu.

Achim Freyer, 1934 in Berlin geboren, wurde nach seiner künstlerischen Ausbildung 1954 Meisterschüler bei Bertolt Brecht am Berliner Ensemble. Freyer arbeitete mit den bedeutenden Theater-Regisseuren, Stückeschreibern und Komponisten des Landes zusammen und wurde einer der stilbildenden Bühnenbildner des innovativen DDR-Theaters. Aber sein künstlerischer Freiheitsdrang stieß zunehmend an die Grenzen der Zensurmaßnahmen des Staates. 1972 nutzte Achim Freyer ein Gastspiel seines Theaters in Italien zur Flucht in den Westen; und im Nachhinein gelang es ihm auf abenteuerliche Weise auch seine erste Frau, die Bühnenbildnerin und Malerin Ilona Freyer-Denecke, und seine beiden Töchter in die Bundesrepublik zu holen.

Auch im Westen wurde die außergewöhnliche Kraft der Bildsprache Achim Freyers schnell erkannt. Trotz eines Grundgefühls des Exils konnte er seine Karriere nahtlos fortsetzen und führte zunehmend auch selbst Regie. 1976 wurde er als ordentlicher Professor für Bühnenbild an die Universität der Künste in Berlin berufen. Um auf dem Theater noch freier arbeiten zu können, gründete er 1988 das Freyer-Ensemble mit Schauspielern, Tänzern, Akrobaten, Sängern und Musikern. Das Werk des Bühnenbildners, Theater- Opern- und Filmregisseurs, des Malers, Zeichners und Bildhauers Achim Freyer ist mit zahlreichen Preisen geehrt worden. Er ist Mitglied der Akademien der Künste in Berlin, Dresden, Leipzig und München, sowie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Bensheim.

Der Lebensmittelpunkt dieses weltweit gefeierten Künstlers liegt in Berlin-Lichterfelde. Vor über 40 Jahren hat Achim Freyer hier mit Unterstützung einer Bürgerinitiative eine alte Villa vor dem bereits verordneten Abriss bewahrt. Das 1893 erbaute Haus, das heute unter Denkmalschutz steht, ist seitdem das Zuhause des überall auf der Welt arbeitenden Malers und Regisseurs. Und darüber hinaus seit einigen Jahren einer der außergewöhnlichsten Kunstorte Berlins.

In diesem Haus hat Achim Freyer über drei Etagen den Kunstwerken seiner Sammlung von weit über 2000 Werken Raum gegeben, die er seit Beginn der 1950er Jahre zusammengetragen hat. Diese Sammlung hat Achim Freyer mit der Gründung der ACHIM FREYER STIFTUNG im Jahr 2012 in seinem Wohnhaus, dem KUNSTHAUSES im Kadettenweg 53, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zudem werden in der Galerie des KUNSTHAUSES Wechselausstellungen bedeutender Gegenwartskunst gezeigt.

Weitere Informationen: www.achimfreyer.com

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Meldungen Thu, 14 May 2020 13:41:05 +0200
Schutzmasken kaufen und Geflüchtete in Griechenland unterstützen https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/schutzmasken-kaufen-und-gefluechtete-in-griechenland-unterstuetzen.html Unterstützung für Naomi Thessaloniki

Ein Ehrenamtsteam, das in engem Kontakt mit der ökumenischen Nähwerkstatt für Geflüchtete Naomi Thessaloniki steht, leitet in Berlin Geflüchtete zum Nähen von Schutzmasken an. Mit dem Erlös von 7 Euro pro Maske wird die Nähwerkstatt in Griechenland unterstützt und die Berliner Näherinnen erhalten eine Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit.

Mit einer Mindestabnahmemenge von fünf Masken können Sie diese Aktion unterstützen. Schreiben Sie dazu eine Mail an die Koordinatorin Frau Lübbeke-Bauer e.luebbeke-bauer@t-online.de und nennen Sie Ihre Postadresse und die Anzahl der gewünschten Masken. Sie erhalten die Masken auf dem Postweg zusammen mit der Kontonummer zur Überweisung.

Die Vision von Naomi Thessaloniki

Wir Naomi GesellschafterInnen wollen einen Beitrag leisten zum Frieden unter den Menschen. Flüchtlinge sollen als Menschen willkommen geheißen werden. Wir wollen ihnen auf Augenhöhe begegnen und mit Frauen und Männern sowie Kindern ins Gespräch kommen, Geschichten austauschen und unsere Hoffnungen verbreiten. Kein Mensch soll in der Fremde ohne Versorgung und Auskommen bleiben; kein Mensch soll ohne Freunde und Freundinnen bleiben. Wir nehmen die Not der anderen zur Kenntnis  und stehen ihnen bei, damit sie ihr Leben meistern und zuversichtlich in die Zukunft schauen können. Frauen sollen gefördert werden und es sollen ihnen sichere Räume geboten werden.  Kinder sollen beschützt und gefördert werden, ihre Talente wollen wir entwickeln und ihnen Raum für ihre Entfaltung geben. Unsere kulturellen Verschiedenheiten sind ein Reichtum und verschiedene religiöse Prägungen eine Erweiterung unserer eigenen Welt. Kriege als Ursachen von Flucht und Hunger verurteilen wir.

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Meldungen Migration-Integration Wed, 13 May 2020 13:19:00 +0200
Köchin oder Koch (m/w/d) ab 1. August von Kita Hindenburgdamm gesucht http://t3://file?uid=125044 Kitas Stellenanzeigen Mon, 11 May 2020 13:09:44 +0200 Joh.-Seb.-Bach-Kita in Lichterfelde sucht Erzieherin (m/w/d) mit 50% Stellenumfang http://t3://file?uid=122552 Kitas Stellenanzeigen Thu, 23 Apr 2020 09:45:54 +0200 Leitungsstelle in der Kita Hindenburgdamm ab Oktober zu besetzen http://t3://file?uid=122367 Kitas Stellenanzeigen Tue, 21 Apr 2020 18:25:06 +0200 Geländer mit vollgepackten Tüten dran https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/gelaender-mit-vollgepackten-tueten-dran.html Gabenzaun in Matthäus

Durch die Corona-Krise sind Menschen ohne Arbeit und Einkommen, Obdachlosen fehlen Spenden und leere Pfandflaschen. Auch die Ausgabestellen von Laib und Seele haben geschlossen, damit sich die Kunden in den Warteschlangen und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht anstecken.

Außerdem müssen jetzt viele ihre Kinder ausschließlich zuhause versorgen, weil sie in geschlossenen Kitas, Schulen, der Arche oder anderen Einrichtungen kein warmes Essen mehr bekommen. Täglich gibt es neue Nachrichten, die die Not mit neuen Beispielen aufzeigt.

Hier nun ein Beispiel, wie man helfen kann: in der Ev. Matthäus-Gemeinde am Rathaus Steglitz (Schloßstraße 44) ist ein neuer „Gabenzaun“ eingerichtet – ein Geländer zur Schlossstraße hin, an dem kleine Tüten mit Obst, belegten Brötchen, einer Süßigkeit oder etwas Rohkost angehängt werden können. Menschen, die Hunger haben und sich selbst nicht (mehr) ausreichend versorgen können, dürfen sich die gespendeten Gaben nehmen. Zwei Schilder weisen darauf hin, dass bitte nur diejenigen sich die Tüten abnehmen sollten, die sie wirklich brauchen.

Wenn Sie sich an dieser Aktion beteiligen wollen, können Sie jederzeit Ihre Spenden in kleinen Plastikbeuteln mit Schlaufen dort festknoten. Der Inhalt sollte direkt zum Verzehr geeignet sein (wie die Pausenboxen für Kita- oder Schulkinder) und nur Lebensmittel enthalten. Bitte packen Sie Brot, Brötchen oder Kekse in Butterbrotpapier oder -tüten ein. 

Die Matthäus-Gemeinde dankt Ihnen allen herzlich für Ihre Unterstützung im Namen der Menschen, die auf diese Weise etwas zu essen bekommen und nicht allein gelassen werden in ihrer Not!

Christiane Kehl

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Meldungen Migration-Integration Wed, 15 Apr 2020 14:10:00 +0200
Friede sei mit Euch! https://www.kirchenkreis-steglitz.de//gottesdienste/geistlicher-ostergruss.html Meldungen Tue, 07 Apr 2020 12:08:17 +0200 Anlauf nehmen – wenn’s drauf ankommt https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/anlauf-nehmen-wenns-drauf-ankommt.html Anlauf nehmen – wenn’s drauf ankommt. Der Fußballer Cristiano Ronaldo ist berühmt für seinen Anlauf bei Freistößen: Er geht fünf große Schritte zurück und einen Schritt zur Seite, bleibt breitbeinig stehen, konzentriert sich und läuft an (wenn Sie das sehen wollen, gibt es unten einen Link zu einem Video, bei dem man das gut sehen kann). Es gibt einige, die sich darüber lustig machen - weil es großspurig wirkt und weil es ganz deutlich einstudiert wirkt. Das hat er tausendmal geübt. Und tatsächlich, wie immer Fußballfans zu Cristiano Ronaldo stehen, das eine geben alle zu: Er trainiert härter und länger als die Meisten. Und er trainiert ganz eindeutig auch den Anlauf. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Routine, fünf Schritte zurück und einen zur Seite – stehenbleiben – anlaufen, ihm dabei hilft in eine Routine zu kommen und den Lärm und die Hektik um ihn herum auszuschalten … auch wenn alles um ihn herum rennt und schreit und buht, fünf Schritte zurück und einen zur Seite und er steht innerlich auf dem Trainingsplatz. Der Anlauf ist dann schon Teil des Schusses. Bei Cristiano Ronaldo ist es sehr deutlich zu sehen. Viele Sportler machen das. Mir hat ein Sportlehrer mal gesagt, wie weit ich beim Weitsprung springe, entscheidet sich in dem Moment, in dem ich anlaufe.

Wir haben Dienstag in der Karwoche. Am letzten Sonntag, dem Palmsonntag, war das Thema: Jesus zieht in Jerusalem ein. Nach dem Bericht der Evangelien hat er mit seinen Jüngerinnen und Jüngern in dem Dorf Betanien kurz vor Jerusalem Quartier bezogen. Und tagsüber ist er in Jerusalem. Schon bei ihren Wanderungen in Galiläa hatte Jesus sein Schicksal in Jerusalem angedeutet. Er werde dort leiden und sterben. Und jetzt nimmt er, wenn Sie so wollen, Anlauf. Auch in seiner Wanderzeit in Galiläa hatte es immer wieder Konflikte gegeben. Und doch zeigen die Berichte sehr deutlich, wie viel Menschen Jesus dort gefolgt sind, seine Predigten hören wollten. Wie viele Menschen er geheilt hat. Und diese Menschen waren bei den Pilgerscharen, die zum Passafest nach Jerusalem zogen. Diese Menschen aus Galiläa haben ihm den Triumphzug nach Jerusalem bereitet. Und die Großstädter fragten: „Wer ist der?“ (Matthäus 21,10). In Jerusalem legt sich Jesus mit allen an, die Rang und Namen haben: Er treibt die Händler und Wechsler aus dem Tempel, streitet sich mit Schriftgelehrten und Priestern, widerspricht der traditionellen Lehre und warnt die Bevölkerung vor den religiösen Autoritäten. Am Ende sind die Herrschenden, Römer und Jerusalemer Oberschicht, in Sorge um den „Frieden“ bei den großen Passafeierlichkeiten. Jesus nimmt Anlauf für Karfreitag. Übrigens auch im Verhältnis zu seinen Jüngerinnen und Jüngern: Er bereitet sie vor auf die Tage, die kommen. Gibt ihnen noch Hinweise, wie sie es verstehen können. Und er gibt Ihnen am Gründonnerstag das Abendmahl als Zeichen der Erinnerung und der Gemeinschaft. Er nimmt Abschied. Jesus nimmt die andere Sorte Anlauf: Den Anlauf, den man nimmt, wenn man vor einer einmaligen Aufgabe steht. So wie man Anlauf nimmt, wenn die Tür klemmt. So wie ich durchatme und Gott zunicke, bevor ich ins Krankenhauszimmer zu einer Sterbenden gehe. Diese Sorte Anlauf gibt es auch.

Viele Traditionen, die sich um die Passionszeit und die Karwoche drehen, kann ich sehen als Anlauf für Karfreitag. Das Fasten, die Palmzweige von Palmsonntag, die im nächsten Jahr zur Asche für den Aschermittwoch verbrannt werden, Passionsandachten, die Gottesdienste in der Karwoche mit ihren ganz unterschiedlichen Prägungen. Alle diese Traditionen nehmen mich heraus aus meinem Alltag und bereiten mich vor auf Karfreitag: dem großen Geheimnis Gottes. Fünf große Schritte zurück und einen zur Seite. In diesem Jahr haben die Umstände noch mitgemacht … die Distanzregeln wegen der Covid-19 Pandemie haben meinen Alltag auf dem Weg zum Karfreitag sehr verändert.

Paulus Hecker

Christiano Ronaldos Anlauf auf Youtube

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Tue, 07 Apr 2020 10:34:00 +0200
Pflegestützpunkte Berlin: Ausweitung der Beratung für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige https://www.kirchenkreis-steglitz.de//news-detail/nachricht/pflegestuetzpunkte-berlin-ausweitung-der-beratung-fuer-pflegebeduerftige-und-pflegende-angehoerige.html Die telefonische Erreichbarkeit der Pflegestützpunkte ist ab sofort bis vorerst einschließlich 19. April 2020 ausgeweitet: Von Montag bis Sonntag, einschließlich der Feiertage ist das berlinweite Service-Telefon der Pflegestützpunkte unter der Nummer 0800 59 500 59 erreichbar.

Auch in der jetzigen Krisenzeit sind die Berliner Pflegestützpunkte als Beratungsstellen zu allen Fragen rund um Pflege und Alter weiterhin für Sie da. Pflege in Anspruch zu nehmen oder Angehörige zu pflegen, ist oftmals eine Herausforderung.

„Aktuell stellen sich zusätzlich ganz neue Fragen. Pflegende können ihre Angehörigen nicht mehr besuchen, für sie einkaufen oder beim Haare waschen helfen. Oder der professionelle Dienst stellt seine Hilfe ein und nun wird dringend ein neues Angebot gesucht“, so der Leiter des Pflegestützpunktes Treptow-Köpenick.

Auch Nachfragen nach nachbarschaftlichen Hilfen, Haushaltsdiensten, Pflegebegutachtung am Telefon und Widerspruchsmöglichkeiten oder Unterstützungsangeboten bei Krankenhausentlassungen erreichen die Pflegestützpunkte vermehrt. Sie nehmen sich Zeit für vertrauliche Gespräche, beraten zu den bestehenden Angeboten und unterstützen bei der Organisation von Hilfen.

Um hilfe- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, erweitern die Pflegestützpunkte die Beratungszeiten ihres berlinweiten Servicetelefons.

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Meldungen Seelsorge Mon, 06 Apr 2020 16:20:00 +0200
Wenn wir in höchsten Nöten sein http://t3://file?uid=117673 Meldungen Tue, 24 Mar 2020 10:13:00 +0100