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11 Stolpersteine in Steglitz plus 1 in Tiergarten

Am Samstag, den 16. Juni 2018 zwischen 9 und 11 Uhr verlegt der Künstler Gunter Demnig Stolpersteine an fünf Orten in Lankwitz, Lichterfelde und Steglitz sowie einen weiteren am Lützowplatz in Tiergarten.

Unter anderem werden dieses Mal auch Erinnerungssteine für Menschen verlegt, die vor der  Vernichtung ausreisen konnten: Ruth und Hermann Frank heirateten im Februar 1937 und konnten einen Monat später mit einem Schiff nach Südafrika ausreisen, ohne in Berlin zusammengewohnt zu haben. Daher wird der Stein für Hermann in Steglitz und der für Ruth in Tiergarten verlegt.

Ihrer Tochter Maureen erzählte Ruth später, dass das Bankhaus, in dem sie als Sekretärin tätig war, ein Schiff nach Südafrika charterte, um die jüdischen Angestellten außer Landes zu bringen. Maureen Berlinski und ihre Tochter haben die Verlegung der Stolpersteine für diese beiden Flüchtlinge angeregt und kommen eigens dazu aus Großbritannien angereist.

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Stolpersteinverlegungen freuen sich über Spenden für die Verlegung der Steine (siehe rechte Spalte). Insbesondere die Angehörigen von Ruth und Hermann Frank sollen finanziell nicht belastet werden.

Zeitplan der Verlegungen am Samstag, 16. Juni 2018:

9.00 Uhr: Hindenburgdamm 118, 12203 Berlin-Lichterfelde
1 Stein für Max Ebel

9.15 Uhr: Mozartstraße 22, 12247 Berlin-Lankwitz
4 Steine für Dora Freudenthal, Franziska Reis, Dagobert Weiner und Alexander Selo

9.40 Uhr: Waldmannstraße 6, 12247 Berlin-Lankwitz
4 Steine für Familie Woythaler

10.10 Uhr: Berlinickestraße 10, 12165 Berlin-Steglitz
1 Stein für Eva Cohn

10.30 Uhr: Lepsiusstraße 87, 12165 Berlin-Steglitz
1 Stein für Hermann Frank

11.15 Uhr: Lützowplatz 5, 10785 Berlin-Tiergarten
1 Stein für Ruth Frank, geb. Fabisch

Einige Biographien

Als Sohn des Schuhmachermeisters Franz Ebel und seiner Frau Friederike Ebel, geb. Zorn, wurde Max Ebel am 18. Juli 1878 in Rixdorf (seit 1920 Berlin-Neukölln) geboren. Er wuchs gemeinsam mit einem Bruder und einer Schwester auf. Nach achtjährigem Schulbesuch erlernte er das Handwerk des Schriftsetzers. Wie damals üblich, ging er für einige Jahre auf die ,,Walz“. In dieser Zeit schloss er sich auch der SPD an. Zurückgekehrt nach Berlin, arbeitete er zunächst als Schriftsetzer in mehreren Berliner Betrieben. Seit 1902 war er verheiratet mit Betty Ebel, geb. Arlt.

1904 und 1910 wurden beide Söhne geboren. Max Ebel wirkte aktiv im Verein der Berliner Buchdrucker mit und im Vorstand der Ortskrankenkasse für das Buchdruckerhandwerk, wo er ab 1913 als Sekretär tätig wurde. Während des 1. Weltkriegs verlagerte sich seine Tätigkeit immer mehr auf das Gebiet des Krankenhauswesens und der Sozialversicherung. Während mehrerer Jahre wurde er wiederholt zum ersten oder zweiten Vorsitzenden der Ortskrankenkasse für das Buchdruckerhandwerk gewählt. Daneben war Max Ebel in den Selbstverwaltungskörperschaften der Landesversicherungsanstalt und der Reichsversicherungsanstalt tätig. Gerade in der Buchdruckerkrankenkasse war er sehr erfolgreich dabei, in mehreren Orten in Deutschland kasseneigene Erholungsheime für die Versicherten zu erwerben. Beim Ausbruch des Kapp-Putsches im Frühjahr 1920 wirkte er wesentlich mit an der Organisation des Zeitungsstreiks gegen die versuchte Diktatur.

ln Auswirkung der lnflation verlor der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (A.D.G.B.) einen Teil seines Vermögens und musste deshalb viele seiner Angestellten entlassen, darunter auch Max Ebel. In dieser Zeit stellte der große Berliner Ärztestreik die gesundheitliche Versorgung der Berliner Arbeiterschaft in Frage. Um dieser Gefahr zu begegnen, richtete der Verband der Krankenkassen Berlins mehrere Ambulatorien ein, für deren Arbeit sich im Laufe der Zeit immer mehr verantwortungsbewusste Ärzte zur Verfügung stellten. Max Ebel übernahm 1924 die geschäftliche Leitung der Ambulatorien. ln diesen Ambulatorien arbeiteten sowohl praktische Arzte sowie verschiedenste Spezialisten zusammen, denen die modernsten medizinischen Instrumente und Apparate zur Verfügung gestellt wurden. Die erfolgreiche Entwicklung der Ambulatorien wurde ganz wesentlich von Max Ebel vorangetrieben. Demgegenüber wurden diese für die Arbeiterschaft wichtigen Entwicklungen von Ärzten bekämpft, denen die eigenen Interessen wichtiger waren als die der Arbeiterschaft. Max Ebel erschien diesen Leuten zu Recht als Gegner und so versuchten sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten das System der Ambulatorien zu zerstören.

In diesem Bemühen erreichten sie, dass Max Ebel nach dem ,,Tag von Potsdam“ (21. März 1933) in ,,Schutzhaft“ genommen wurde. Ihm wurde vorgeworfen, eine Viertel Million Reichsmark veruntreut zu haben. Vom 30. März bis zum 8. April 1933 war er im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee in ,,Schutzhaft“, aus der er dann von der Staatsanwaltschaft wegen nicht haltbarer Vorwürfe wieder entlassen wurde. Zwei Tage später, am 10. April 1933, wurde Max Ebel vor seiner Arbeitsstelle am Alexanderplatz auf offener Straße von SA-Leuten verhaftet und in einem Keller der Kaserne der ,,Feldpolizei“ (ab 26. April 1933 Teil der ,,Geheimen Staatspolizei“) in der General-Pape-Straße in Berlin-Schöneberg erneut festgesetzt. Ausweislich einer Sterbeurkunde des Standesamts Schöneberg vom 12. April 1933, die erst nach über 80 Jahren an die Familie gelangte, nachdem diese im Berlin-Archiv gefunden worden war, sei Max Ebel am 11. April 1933 in dem Keller tot aufgefunden worden. Behauptet wurde eine Selbsttötung von Max Ebel. Jedoch wies sein Körper nach Aussage seiner Schwester, die ihn identifizieren musste, so schwerwiegende Verletzungen auf, dass eine Selbsttötung sicher auszuschließen war. Am 18. April 1933 fand im Krematorium Berlin-Wilmersdorf die Trauerfeier für Max Ebel statt, an der Hunderte seiner Freunde und Bekannten teilnahmen, Beigesetzt wurde Max Ebel auf dem Parkfriedhof Berlin-Lichterfelde, wo noch heute seiner und seiner Eltern gedacht wird.

Ulrich Ebel

Dora Freudenthal wurde am 8. Oktober 1876 in Hannover als Tochter von Levi Salomon Goldschmidt und seiner Ehefrau Jette/Henriette geboren. 
Ab einem nicht näher bekannten Zeitpunkt lebte die Familie Goldschmidt in Hamburg, in der Bornstraße 24.Die Bornstraße war auch Dora Goldschmidts Wohnadresse, die sie angab, als sie am 29. Oktober 1898 in Hamburg den in Berlin ansässigen Kaufmann Hermann Freudenthal (geb. 06.02.1868 in Wongrowiec/Provinz Posen) heiratete be

vor sie nach Berlin zog. Seine Anwesenheit in Berlin lässt sich im Adressbuch der Stadt ab 1897 belegen. Er war Inhaber eines Geschäfts für den Engros-Handel mit Goldwaren und Uhrketten. Die Geschäftsadresse in der Alexandrinenstraße 25 II war in den ersten Jahren mit der Wohnadresse identisch. Der Handel und Verkauf von Schmuckwaren blieb das Kerngeschäft von Hermann Freudenthal.

In den Jahren zwischen der Geburt des Sohnes Ernst am 24.06.1905 und der Tochter Lucie/Lotte am 20.02.1909 verlegte Hermann Freudenthal zum 1. April 1907 sein Geschäft in die Alte Jakobstraße 66 und die Familie zog in die Charlottenburger Wielandstraße 40. Ab 1909/10 bewohnten Freudenthals eine Wohnung in der Augsburger Straße 64. Erst nach dem Tod ihres Ehemannes am 14.11.1929 gab Dora Freudenthal diese Wohnung auf. Sie zog zunächst zu  ihrem Sohn Ernst in die Helmstedter Straße 27 nach Wilmersdorf. Als er nach einem längeren auswärtigen Aufenthalt zurück nach Berlin kam und 1932 eine Wohnung in die Schöneberger Hohenstaufen Straße zog, ließ sich Dora Freudenthal ebenfalls in Schöneberg, in der Nähe ihres Sohnes, nieder. Das Zusammenrücken der Familie nach dem Tod von Hermann Freudenthal war allerdings nicht von Dauer.

Dr. med. Ernst Freudenthal emigrierte im April 1933 (Richtung Palästina?). Nach 1935 verließ auch die Tochter Lucie/Lotte Freudenthal, verheiratete Liebesschuetz mit ihrem Mann und der 1934 in Brandenburg geborenen Tochter Irene Deutschland.
Als Ernst Freudenthal um 1933 Berlin verließ, zog Dora Freudenthal in die Mozartstraße 22 nach Lankwitz. Bis zu ihrer Deportation im Jahr 1942 lebte sie dort als Untermieterin bei dem Fabrikanten Julius Goehr und seiner Ehefrau Gertrud. Julius Goehr und Siegmund Dunkel, die mit nicht-jüdischen Ehefrauen in sog. Mischehen lebten, waren Eigentümer des Mietshauses in der Mozartstraße.

Am 11. September 1942 wurde Dora Freudenthal mit 99 anderen Juden vom Anhalter Bahnhof aus in das Konzentrationslage nach Theresienstadt deportiert. Von dort aus wurde sie am 29. September 1942 in das Vernichtungslager nach Treblinka gebracht und ermordet.

Recherche und Text: Barbara Wittkopf (2017)

Quellen: 

  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv: eine Vermögenserklärung ist nicht (mehr) vorhanden, nur eine Karteikarte.
  • Bundesarchiv Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945. https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de
  • Yad Vashem: Eintrag vorhanden ohne Pages of Testimony
  • Datenbank Ghetto Theresienstadt: Eintrag vorhanden
  • Landesarchiv Berlin, 64 WGA 425/55; 64 WGA 3126-312/55
  • Landesarchiv Berlin, B Rep. 025-01, Nr. 219/49, B Rep. 025-02, Nr.938/50; Pr. Br. Rep. 57, Nr. 470 Enteignung des jüdischen Grundbesitzes in Berlin
  • Adressbücher der Stadt Berlin
  • Staatsarchiv Hamburg: Heiratsregister, 1874-1920, Hamburg 03, 1898, Bd. 2, Urkunde Nr. 463 (online)
  • Alfred Gottwaldt/Diana Schulle: Die Judendeportationen aus dem Deutschen Reich 1941-1945. Eine kommentierte Chronologie. Wiesbaden 2005. S. 284.

Franziska Kaufmann wurde am 17. September 1878 im oberfränkischen Bamberg geboren. Über die ersten Jahrzehnte ihres Lebens sowie über ihre Herkunftsfamilie ist nichts bekannt.  Eine Urkunde über ihre Eheschließung mit Martin Reis fehlt ebenso wie Hinweise auf Kinder.

Martin Reis wurde erstmals 1904 in den Berliner Adressbüchern unter einer Wohnadresse in der Steglitzer Straße 81 erwähnt. Sie befand sich in jenem Teil Schönebergs, der als „Schöneberger Vorstadt“ bereits 1861 zu Berlin eingemeindet wurde. Nach ihrer Heirat lebte auch Franziska Reis bis etwa 1935 in der Steglitzer Straße 81.

Ihr Ehemann war zunächst Mitinhaber eines Geschäfts für „Musikwerke und Phonographen“ in der Ritterstraße, bevor er um 1907 ein Geschäft für „Sprechapparate und Musikinstrumente“ in der Schöneberger Körnerstraße 12.13 (später Nr. 17) eröffnete, das er dort bis etwa 1924/25 betrieb.
Ab etwa 1926 traten im Leben von Franziska Reis Veränderungen ein, die sich andeutungsweise in den Berliner Adress-und Telefonbüchern wiederspiegeln. Das Geschäft in der Körnerstraße wurde aufgegeben und durch Franziska Reis als „Handlung für Musikinstrumente auf Kommissionsbasis“ von der Steglitzer Straße aus geleitet. Mit dem Tod von Martin Reis um 1930 gab es auch keine Musikalienhandlung mehr. Die nun verwitwete Franziska Reis lebte noch bis etwa 1935 in der Steglitzer Straße. Danach verliert sich ihre Spur bis 1939.

Auf der Ergänzungskarte zur Volkszählung im Deutschen Reich am 17.5.1939 ist Franziska Reich mit einer Adresse in der „Neuen Königstraße 42 I“, in Berlin-Mitte, vermerkt. Es blieb nicht ihre letzte Wohnadresse. Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt zog sie zu Julius und Gertrud Goehr in die Mozartstraße 22 nach Lankwitz. Dort lebte auch die verwitwete Dora Freudenthal und Anna Loewenberg.
Die Adresse in der Lankwitzer Mozartstraße stand auf der Liste des Transports, mit dem Franziska Reis und 972 andere jüdische Bewohner Berlins am 28. März 1942 vom Bahnhof Berlin-Grunewald aus in das Sammellager nach Piaski verschleppt und ermordet wurde. Ein Todesdatum ist nicht bekannt.

Text und Recherche: Barbara Wittkopf (2017) 

Quellen:
▪Bundesarchiv Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945. https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de
▪Yad Vashem, in der Datenbank vorhanden
▪Berliner Adressbücher und Telefonbücher
▪Brandenburgisches Landeshauptarchiv: keine Vermögenserklärung vorhanden, nur eine Karteikarte
▪Geburts- und Heiratsurkunde: Suche über Ancestry erfolglos
▪ Bundesarchiv, R 1509 Reichssippenamt. Ergänzungskarten über Abstammung und Vorbildung aus der Volkszählung vom 17.5.1939. Abruf: 13.12.2016
▪Statistik und Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Deportationslisten/Berlin. Online http://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger.html

Alexander Selo, der am 27. März 1881 in Flatow in der Provinz Westpreußen geboren wurde, war der älteste Sohn von Adolf Selo, einem Buchbinder, und von Paulina/Pauline Selo, geborene Schlochow aus Schlochau, verwitwete Goehr. Aus ihrer Ehe mit Adolf Selo, die zwischen 1873 und 1877 geschlossen wurde, entstammten 5 Kinder: Neben Alexander die Geschwister Louis (Jg. 1883), Georg (Jg. 1885), Willy (Jg. 1887) und Martha (Jg. 1889). Alexander Selo erlernte wie sein Vater den Beruf eines Buchbinders.

Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen von Alexander Selo lassen sich mittels seiner und der Geburtsurkunden der Geschwister sowie der  Heiratsurkunde seiner Eltern relativ gut erfassen. Quellen mit Hinweisen über Selos Aufenthalt in Berlin, seiner Wohnadresse, seiner beruflichen Tätigkeit oder dem Familienstand sind spärlich.
Die Angaben auf der Ergänzungskarte zur Volkszählung im Deutschen Reich vom 17.05.1939 ermöglichen erstmals den Nachweis einer Berliner Wohnadresse für Alexander Selo, der am Stichtag der Erhebung in der Mozartstraße 22 in Berlin-Lankwitz lebte. Die als Mietshaus für drei Parteien erbaute Immobilie befand sich 1939 noch im Eigentum von Julius Goehr und Siegmund Dunkel. Sie waren Geschäftspartner und hatten das Grundstück 1919 zu gleichen Teilen erworben. Ob Julius Goehr ein Sohn aus der ersten Ehe von Paulina Selo, verw. Goehr mit Isidor Goehr, und folglich ein Stiefbruder von Alexander Selo war, kann nicht belegt werden.

Alexander Selo wurde vermutlich im Zuge der Novemberprogrome verhaftet und in das KZ Sachsenhausen gebracht, wo er am 26. November 1938 entlassen wurde. Danach verliert sich seine Spur. Im Gedenkbuch des Bundesarchivs ist vermerkt, dass Alexander Selo am 13. Juni 1942 in das Vernichtungslager nach Sobibor (Generalgouvernement) gebracht und ermordet wurde. Sein Todesdatum ist nicht bekannt.

Auch zwei  in Berlin ansässige Brüder von Alexander Selo wurden im Holocaust ermordet: Louis Selo wurde am 23.12.1938 im KZ in Sachsenhausen inhaftiert. Er wurde am 01.03.1943 nach Auschwitz deportiert. Willy Selo wurde am 03.03.1943 ebenfalls nach Auschwitz deportiert.

Text und Recherche: Barbara Wittkopf (2017)

Quellen:

  • Landesarchiv Berlin, Zvilstandsregister 1874-1945. Online Abruf über Ancestry (21.3.2017). Personenstandsregister östliche preußische Provinzen. 
  • Landesarchiv Berlin, Heiratsregister, Berlin VIII 1895, Heiratsurkunde Nr. 466. Valeria Goehr mit Siegmund Dunkel. Dort auch der Hinweis auf Alexander Goehrs Beruf eines Buchbinders. Online Abruf über Ancestry.
  • Landesarchiv Berlin, Rep. 025-01, Nr. 219/49 Rückerstattungssache Goehr/Dunkel gegen Wilke
  • Datenbank Yad Vashem, Pages of Testimony online vorhanden. Ein Neffe nennt ihn dort „Alex“
  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv: Nachfrage, eine Vermögenserklärung für Alexander Selo ist nicht im Bestand
  • Bundesarchiv, R 1509 Reichssippenamt. Ergänzungskarten über Abstammung und Vorbildung aus der Volkszählung vom 17.5.1939.
  • Bundesarchiv Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945. Online Datenbank. Im Gedenkbuch ist Flatow im Osthavelland/Brandenburg als Geburtsort von A.Selo genannt. Es gab daneben ein Flatow in Westpreußen und dort ist A.S. auch geboren. Über Ancestry sind die Geburtsurkunden der vier Brüder einsehbar. Alle haben die gleichen Eltern und Flatow/Westpreußen als Geburtsort. In den Pages of Testimony in Yad Vashem existieren auch Seiten für die Brüder Selo. Der Neffe, der die Seiten ausfüllte gibt als Geburtsort für Alex(ander) Selo „Flatow (New Poland)“ an. ! Ich habe das Bundesarchiv im Juni 2017 angeschrieben und um Überprüfung, bzw. Korrektur gebeten, was allerdings einige Zeit dauern kann. B. W.
  • Archiv Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Häftlingsdatenbank
  • Gottwaldt,Alfred/Schulle,Diana: Die Judendeportationen aus dem Deutschen Reich 1941-1945. Eine kommentierte Chronologie. Wiesbaden 2005. S. 215 f. Am 13.6.1942 fand der 15. Osttransport ab Berlin Richtung Sobibor statt. Es existiert dazu keine namentliche Transportliste.

Max Woythaler wurde am 11.2.1875 in Bromberg (Posen), (poln. Bydgoszcs) als Sohn einer jüdischen Fabrikantenfamilie geboren. Seine am 9.7.1888 in Gladbach geborene Ehefrau Lydia war die Tochter des Textilfabrikanten Belmont Liebreich und dessen Ehefrau Rosa geb. Rothschild. Die von seinem Verwandten David Woythaler in Bromberg im Jahre 1871 gegründete Schnupftabakfabrik gehörte bereits im Jahre 1907 zu einer der namhaftesten und größten Schnupftabakfabriken im damaligen Preußen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bromberg entsprechend des Versailler Friedensvertrages zu Polen. Die dadurch erschwerten wirtschaftlichen Handelsbeziehungen zu dem deutschen Absatzgebiet veranlassten sicherlich auch David Woythaler dazu, seine Fabrik in Bromberg aufzugeben und nach Berlin überzusiedeln. Bereits im Berliner Adressbuch des Jahres 1903 findet man einen ersten Hinweis auf eine Ausweitung der Tabakfabrikation Woythalers nach Berlin.

Ende 1920 findet sich dann die Eintragung von Max Woythaler im Grundbuch für die Zweigniederlassung der Bromberger Schnupftabakfabrik David Woythaler zu Berlin in Steglitz, Postadresse Derfflingerstraße 32/34. Im Jahre 1921 wurde die Fabrikation in Bromberg aufgegeben und die Übersiedlung der Fabrikanlage nach Lankwitz kann als abgeschlossen betrachtet werden. Als Firmengelände wurde dabei ein in der Derfflingerstraße bereits bestehendes mit einem Backsteingebäude bebautes Gelände, auf dem zuletzt eine 1917 durch einen Dachstuhlbrand zerstörte Pianofabrik niedergelassen war, genutzt. Die Lankwitzer Fabrik erfuhr bis in die 1930er Jahre durch Umbauten und Anbauten von Kessel- und Schornsteinanlagen eine Vergrößerung. Nichts weist dagegen heute mehr auf die Existenz dieser, den Krieg und damit auch die Lankwitzer Bombennacht im August 1943 augenscheinlich zumindest weitgehend unbeschadet überstandene Fabrik hin.

Der zu diesem Zeitpunkt bestehende Wohnsitz des noch im Berliner Adressbuch 1925 und 1927 als Eigentümer der Fabrik eingetragenen David Woythaler ist ebenso wenig zweifelsfrei festzustellen wie der von Max Woythaler und seiner mit ihm aus Bromberg mitgezogenen Familie. Einige Indizien ergeben einen Wohnsitz in Teltow-Seehof, der allerdings spätestens 1927 aufgegeben worden sein muss. Der offizielle Telefonanschluss lief dagegen über die Firma in der Derfflingerstraße 32/34 in Lankwitz. David Woythaler selbst taucht danach auch nicht mehr in den Berliner Adressbüchern auf. Sein Schicksal ist nicht weiter nachzuvollziehen.

Mit seiner Frau Lydia sowie seinen beiden Kindern, dem am 11.11.1908 in Bromberg geborenen Sohn Erwin Belmont und seiner am 25.6.1910 ebenfalls in Bromberg geborenen Tochter Ilse bezog Max Woythaler schließlich Ende 1927 den von ihm ein Jahr zuvor in Auftrag gegebenen Neubau in der Waldmannstraße 6 in Lankwitz. Architekt dieses sehr modern, fast extravagant wirkenden zweigeschossigen Hauses war der damals bereits namhafte, später u.a. für die Konzeption der Siedlung Siemensstadt in Charlottenburg verantwortliche, mit dem Bauhausarchitekten Mies van der Rohe zusammenarbeitende Hugo Häring. Das erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts aufgrund seiner Renovierungsbedürftigkeit abgerissene, während des Krieges nur leicht zerstörte, zuletzt nach Rückbebauungsmaßnahmen vom Bezirk Steglitz als Unterkunft für obdachlose Familien genutzte Wohnhaus wies sicherlich ein für das damalige Lankwitz sehr markantes Erscheinungsbild auf.

Über die Familie selbst lässt sich nur wenig ermitteln. Anzunehmen ist, dass sie in das soziale Umfeld in Lankwitz integriert und am gesellschaftlichen und kulturellen Geschehen in Berlin beteiligt war. So gehörte Max Woythaler seit 1930 dem ältesten Berliner Geschichtsverein, dem ‚Verein für die Geschichte Berlins‘ an (dort jedoch mit falschem Geburts- und Todesdatum bzw. -ort geführt) und zählte zu den Vorständen der liberalen jüdischen Reformgemeinde. Ebenso ergibt sich aus den Akten des Landesarchivs Berlin, dass die Familie trotz der zunehmenden Verfolgung jüdischer Mitbürger und der Maßnahmen zur Vernichtung ihrer wirtschaftlichen Existenz die Firma zunächst noch weiter führen konnte und damit ein zumindest einigermaßen ausreichendes finanzielles Auskommen zu haben schien. Erwin, der Sohn der Familie sowie ein Schwager führten zusammen mit Max Woythaler und zwei weiteren Prokuristen bis 1938 das Unternehmen fort. Zunehmende existenzielle Schwierigkeiten der Familie mögen sich daraus ableiten lassen, dass sich Max Woythaler noch im Sommer 1938 mit einem Umbaugesuch an die dafür zuständige Lankwitzer Baubehörde wandte, worin er um die Genehmigung ersuchte, sein bisher alleine mit der Familie bewohntes Haus zur Nutzung durch eine weitere Wohnung baulich verändern zu dürfen.

Die Repressionen und Gewaltakte der Nationalsozialisten gegen Juden – die sie persönlich aber sicher auch in ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld, etwa bei der in der Nachbarschaft wohnenden Familie Kobrak (Waldmannstraße 1) wahrnahmen –, und die 1938 offen und brutal sichtbare Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens werden Max Woythaler dazu veranlasst haben, sich für einen schnellstmöglichen, wenn auch unter dem Druck der drohenden Verfolgung, so doch noch eigenverantwortlich zu regelnden Verkauf der Fabrik zu entscheiden. Die seit Beginn 1938 mit einem aus Ratibor (Schlesien) stammenden deutschen Tabakfabrikanten unternommenen Verhandlungen, führten schließlich im Sommer des gleichen Jahres zum Verkauf der Fabrik.

Im Frühjahr 1939 gelang es der Familie, nach England zu fliehen.

Max Woythaler verstarb dort im Jahre 1944. Über seine Frau, die zumindest noch bis Ende der 1950er Jahre nachweislich in der Grafschaft Kent lebte sowie seinen, sich später Irvine B. (engl. für Erwin) umbenannten Sohn und seine, mit einem Engländer verheiratete Tochter Ilse verliert sich danach jedoch leider jede Spur.

Text und Recherche: Dr. Christiane Scheidemann (2018)


Quellen:

  • LA Berlin, WGA
  • Berliner Adressbücher

Eva Johanna Cohn wurde am 29.8.1886 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren die Eheleute  Rechtsanwalt Norbert Cohn und Hedwig Philippsborn, beide mosaischer Religionszugehörigkeit.

Die Familie wohnte nahe der Französischen Straße (Berlin Mitte) in der Kanonierstraße 10 bei Häßler. Die Hebamme Auguste Lau, die wenige Häuser weiter in der Kanonierstraße 42 wohnte, zeigte die Geburt von Eva Johanna an. Eva Cohn blieb ledig. Sie war Korrespondentin und wohnte seit Mitte der zwanziger Jahre in der Berlinickestraße 10.
Seit 1925 war sie im Berliner Adressbuch verzeichnet. Im Jüdischen Adressbuch von 1931 findet sich Eva Cohn in der Berlinickestr. 10 mit Zusatz „bei Philippsborn“. Eventuell könnte ein Elternteil oder Geschwister mütterlichererseits ursprünglich Mieter der Wohnung Berlinickestr. 10 gewesen sein. Allerdings ist kein „Philippsborn“ oder „Philipsborn“ in den Verzeichnissen mit gleichlautender Adresse zu finden.

Laut der Volkszählung von 1939 lebte die nicht-jüdische Adolfine Lühr als Untermieterin bei Eva Cohn in der Wohnung Berlinickestr. 10. 1940 taucht Eva Cohn nicht mehr im Berliner Adressbuch auf, denn zum September 1940 musste sie ihre Wohnung räumen.

Zum 1. November 1940 schloss sie einen Mietvertrag für eine 3-Zimmer-Wohnung mit Küche in der Düppelstr. 32 ab. Die Wohnung lag im Vorderhaus, 1. Etage rechts. Das Haus gehörte Fanny und Dorothea Badrian, die ebenfalls jüdisch waren, weshalb sie jüdische Mieter aufnehmen durften. Die „Friedensmiete“ betrug 525 Reichsmark im Monat, der Vertrag war auf 11 Monate bis zum 30. September 1941 befristet. Laut Mietvertrag wurde ihr gestattet, einen Untermieter aufzunehmen, wofür sie „ein Entgelt von RM 2,- p. Monat neben der laufenden Miete zu zahlen hat“.

Am 12.11.1941 musste Eva Cohn die Vermögenserklärung ausfüllen. Aus den darin gemachten Angaben geht hervor, dass sie als Hilfsarbeiterin bei der Firma C. Pose, Berlin 34, Boxhagener Str. 16, die Wehrausrüstungen herstellte, eingesetzt war. Ihr Lohn betrug 16 bis 18 Reichsmark wöchentlich.

Am 17.11.1941 wurde sie gemeinsam mit anderen jüdischen Menschen, darunter auch Ludwig Friede, der ebenfalls in der Düppelstr. 32 wohnte, zum Vorortbahnhof Berlin-Grunewald geführt.
1006 Berliner Juden wurden mit dem 6. Osttransport nach Kowno deportiert. Es handelte sich um eine der ersten Deportationen, die von den Behörden als „6. Osttransport” registriert wurde. Für den Zug war als Ziel zunächst Riga angegeben, eigentliches Fahrtziel war aber das Ghetto Kowno (Kaunas) im heutigen Litauen. In Kowno kam der Transport am 25. November 1941 an. Alle Deportierten aus diesem  Zug wurden  am 25. November 1941 im Fort IX von Kowno ermordet.

Kowno war wegen Auseinandersetzungen Heinrich Himmlers mit den Behörden in Lodz/Litzmannstadt ein Ausweichort. Während die Transporte nach Riga und Minsk längerfristig vorbereitet wurden, nahmen sie Kowno kurzfristig unter die Ziele der Sonderzüge auf.
Die im November 1941 aus dem Reichsgebiet eingetroffenen Juden wurden auf dem Bahnhofgelände von Kowno durch litauische „Partisanen“ und Reste des Polizeibataillons 11 aus den Zügen geholt. Die angekommenen Juden wurden nicht in das Ghetto gebracht, sondern liefen entlang der Straße durch das geteilte Ghetto zum Fort IX der historischen Stadtbefestigung, wo sie erschossen wurden.

Das “Geldvermögen“ und die Habseligkeiten von Eva Cohn wurden konfisziert. Die noch ausstehenden Lohnzahlungen der Fa. Pose und der Fa. Blaupunkt wurden im Dezember 1941 vom Finanzamt Moabit eingefordert. Ebenso wurde das vorhandene Vermögen von ca. 50 Reichsmark aus Renten- und Zusatzversicherung für Angestellte, sowie Einrichtungsgegenstände („schadhaft“), „alte“ Noten und ein Gebetbuch ins Reichsvermögen überführt.

Der Untermieter von Eva Cohn, Herr Nürnburger, verblieb nach ihrer Deportation nur noch kurzfristig in der Wohnung. Über sein Schicksal ist nichts bekannt. Jedoch schrieb der Hausverwalter der Düppelstr. 32 am 13.12.1941 an das Finanzamt Moabit, dass der Mieter Israel Nürnburger „entfernt“ werden solle, da die Wohnung versiegelt werden sollte. Außerdem stehe die Miete für Dezember noch aus.

Die Jüdische Kulturvereinigung, bestätigte im Januar 1942, dass die Wohnung der früheren Mieterin Cohn seit 20.12.1941 an die Familie Lewin übergeben worden sei.
Heinz Lewin (geboren 1909) und seine Ehefrau Agathe Hirschfeld (geboren 1910) zogen mit den beiden Schwestern Gertrud Lewin (geboren 1906) und Gerda Lewin (geboren 1916) in die Wohnung, die Eva Cohn einen Monat zuvor verlassen musste.

Am 26.10.1942 wurden Heinz Lewin und seine beiden  Schwestern Gertrud und Gerda nach Riga deportiert und drei Tage später, am 29.10.1942 ermordet.

Agathe Hirschfeld wohnte nach der Deportation ihres Mannes und ihrer Schwägerinnen am 26. Oktober 1942 noch weitere vier Monate in der Wohnung. Am 28. Februar wurde sie verhaftet  und 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Text und Recherche: Sabine Davids


Quellen:

  • BLHA (Vermögensakte) Gedenkbuch, Volkszählung 1939, ancestry.
  • Keine Spuren im Landesarchiv und LABO, kein Gedenkblatt bei Yad Vashem.

Hermann Frank (5.10.1908) war der Sohn des Bankdirektors Gustav Frank und dessen Frau Johanna (geb. Heinemann). Er wuchs in Berlin auf. Über seine Ausbildung wissen wir nichts, aber in den 1930er Jahren arbeitete er in verschiedenen Autowerkstätten als Autoschlosser. Hermann hatte eine Schwester, Theresa, die nach Kuba emigrieren konnten. Der Vater starb 1930, die Mutter nahm sich 1938 vor der drohenden Deportation das Leben. Beide sind in einem Familiengrab auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee begraben.

Am 9.2.1937 heirateten Hermann Frank und die Sekretärin Ruth Fabisch im Standesamt Schöneberg.

Ruth Fabisch (21.2.1907) war die Tochter von Gustav Fabisch und dessen Frau Anna (geb. Barschall). Sie hatte zwei Geschwister: Margot, die als junge Frau an der Grippe starb, und Paul (1903-1974), der 1935 nach Buenos Aires emigrierte und dort als Pablo Fabisch Anerkennung als Maler und Graphiker erhielt.

Ruth hatte zunächst als Sekretärin bei einer Künstler-Agentur in Schöneberg gearbeitet, bei "Hugo Leonard, Ältestes Repertoire-Vertriebs-Büro für Kabarett und Variete, Musikverlag und Kabarett-Direktion". Ihre Rettung wurde aber ihre spätere Stelle als Sekretärin und Telefonistin im renommierten Bankhaus Warburg, wo sie seit 1932 tätig war. Ihrer Tochter Maureen erzählte sie, dass das Bankhaus ein Schiff nach Südafrika charterte, um die jüdischen Angestellten außer Landes zu schaffen.

Die Ausreise nach Südafrika gelang dem jungen Ehepaar einen Monat nach ihrer Eheschließung, so dass sie in Berlin nie eine gemeinsame Wohnung bezogen. In Kapstadt fassten sie Fuß. Bis sie eine eigene Wohnung fanden, wohnten sie zunächst in einem Boardinghouse, das Freunden der Eltern gehörte. Die deutsche Community in Südafrika wurde zur Ersatzfamilie, man tauschte die spärlichen Informationen über die alte Heimat aus und sorgte füreinander. Immerhin konnte ihnen Ruths Mutter Anna nachfolgen. Ihr Vater Gustav starb zwei Wochen vor der geplanten Abreise. Anna Fabisch wurde fürsorgliche Großmutter für die beiden Töchter von Hermann und Ruth Frank, Maureen (Jg. 1942) und Barbara Jean (1947-2017). Hermann Frank betrieb erfolgreich seine eigene Autowerkstatt, „Frank‘s Motors“, Ruth arbeitete noch einige Jahre in einer Bekleidungsfirma.

Hermann Frank starb 1981, Ruth Frank hochbetagt 2000 in Südafrika.

Die beiden Stolpersteine werden zur Erinnerung an ihre Vertreibung an den Adressen verlegt, an denen das junge, noch unverheiratete Paar bis zu seiner Ausreise lebte: für Ruth Frank, geb. Fabisch, am Lützowplatz 5, für Hermann Frank in der Lepsiusstraße 87.

Die Biographie von Ruth und Hermann Frank hat Dr. Katrin Rudolph nach einer Begegnung mit Maureen Berlinski in London aufgrund von Familiendokumenten und Erinnerungen aufgezeichnet.

Letzte Änderung am: 15.06.2018