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Schülerbetreuung in Zeiten der Pandemie

Diakonie-Gottesdienst in Lukas mit der Pröpstin

"Wir haben Teddy Wilhelm verloren, er muss irgendwo beim Abendspaziergang aus der Tasche gefallen sein, wir müssen ihn suchen!"

Mit diesem Kinder-Erlebnis aus ihrer Familie führte Dr. Christina-Maria Bammel, Pröpstin der EKBO, in den Predigttext zum Gleichnis vom verirrten Schaf ein (Matthäus 18). Der Evangelist schildert die Situation eines Mannes, dem von seinen 100 Schafen ein einziges abhandenkommt. Er sucht es und ist überglücklich, als er es gefunden hat. Ebenso glücklich sei ihr Kind gewesen, als es seinen Teddy wiedergefunden hatte, sagte die Pröpstin. Ebenso glücklich sind wir in vielen ähnlichen Situationen. Jedes Leben kennt Verlieren, Verlust, aber auch Wiederfinden und damit verbundenes Glück.

Lost bzw. sich Verloren fühlen ist gerade bei Jugendlichen eine der schmerzlichen Erfahrungen der Corona-Pandemie. Homeschooling und geschlossene Schulen, gesperrte Spielplätze und keine Möglichkeiten, um Freunde und Verwandte zu treffen. Die Kinder des Hortes am Stadtpark Steglitz* berichteten eindrucksvoll von ihrer Situation und ihren oft traurigen Gefühlen während der Lockdowns. Sie waren aktiver Part des Diakonie-Gottesdienstes zusammen mit Eltern, Erziehern und der Leiterin des Hortes, Petra Schuler.  Auch der Schularbeitskreis der Lukas-Gemeinde konnte seine Kinder gar nicht oder nur schwer während der Pandemie betreuen. Der Leiter Lutz Kussmann nahm die Gemeinde eindrucksvoll mit in diese Zeit. Beide Einrichtungen waren weitgehend geöffnet – unter anderem für Kinder, die unter dem Lockdown litten.

Lost and Found

Zwei Beispiele für die Arbeit von Kirche und Diakonie. Für Pröpstin Bammel sind Gemeinden Orte, an denen Menschen Gemeinschaft finden können und sich gegenseitig tragen. "Kein Kind hat es verdient, allein gelassen zu werden. Gemeinden sollen Menschen nachgehen und sie in ihre Gemeinschaft einbeziehen", sagte sie. Diesen Auftrag hätten wir von Jesus bekommen, er hat es uns eindrucksvoll am Beispiel des verirrten Schafes erzählt. Gemeinschaft und gegenseitiges Tragen seien zentrale Elemente der Gemeinde, um Kindern neuen Mut zu geben und die Lockdown-Folgen zu überwinden, sagte Pröpstin Bammel.

Den liturgischen und musikalischen Rahmen für die Erfahrungsberichte und den Zuspruch der Pröpstin gaben Prädikantin Christiane Kehl mit Texten und Gebeten sowie Kantor Markus Epp mit Liedern und freien Orgelwerken.  
Kulinarische Gemeinschaft erlebten alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher im Anschluss an den Diakoniegottesdienst bei Kaffee, Schokolade und Eis. So stand ein Eismobil vor der Kirchentür. Bei sommerlichen Temperaturen war so im Freien vor der Kirche ein Kirchenkaffee wieder möglich.

 * der Hort am Stadtpark Steglitz ist eine Einrichtung des Diakonischen Werkes Steglitz und Teltow-Zehlendorf (DWSTZ)

Dr. Thomas Kehl
Mitglied im Vorstand des DWSTZ und des Lukas-GKR

 

Letzte Änderung am: 05.10.2021