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"Und jetzt: FARBE!"

Ausstellung mit Bildern von Brigitte Klick in der Petrus-Kirche ab 2. Mai

Malerei von Brigitte Klick

"Und jetzt: FARBE!"

 

Brigitte Klick, bis vor einem Jahr Küsterin der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf, zeigt hier eine andere Seite ihres Wirkens: von Sonntag, 2. Mai bis Montag, 2. Juni 2021 stellt sie ihre Malerei im Rahmen von Kultur in der Petrus-Kirche aus. "Die Ausstellung möchte mit viel Farbigkeit freudig das Sommerhalbjahr begrüßen, auf das wir diesmal nach langer Pause sicher alle besonders warten!", sagt sie.

Die Ausstellung ist Mittwoch und Samstag von 10 bis 13 Uhr und vor und nach allen Kulturveranstaltungen in der Petrus-Kirche, Oberhofer Platz, 12209 Berlin zu sehen.

 

Liebe Brigitte, seit wann malst du, wie war der Weg dahin?

Mein Interesse an der Malerei wurde früh geweckt. Gerne hätte ich damals ein Kunst-Studium aufgenommen, aber vielerlei Umstände ermöglichten das nicht. So habe ich das Malen immer als Freizeitbeschäftigung beibehalten und wann immer es sich ergab, in Kursen und später auf Malreisen meine Techniken erweitert.

Wie hast du deinen Stil, deine Materialien gefunden?

Angefangen habe ich recht klassisch: mit dem Zeichnen und dem Aquarellieren, zuerst Stilleben, dann Landschaften. Später habe ich die Acryl-Malerei für mich entdeckt und mit dieser dann in den letzten Jahren auch intensiver die abstrakte Malerei. Den Zugang fand ich zuallererst über die Farbe. In der Auseinandersetzung mit solchen Bildern entwickelt sich immer mehr ein Sinn für Formen, Flächen, Linien und Details.
Meine Bilder entstehen intuitiv prozesshaft, mit kräftigen Farben und viel Energie. In mehreren Schritten wird dann wieder geordnet, farblich zusammengehalten und akzentuiert, so dass zwar ein harmonischer Gesamteindruck, aber keineswegs Langeweile ensteht und die Augen wandern können. Manchmal wird die Farbe auch expresssiv mit den Händen aufgebracht, um Eindrücke wiederzugeben.

Malst du für dich oder ist es auch ein Kommunikationsmittel?

In erster Linie male ich für mich. Es ist ein befriedigendes Gefühl, wenn man mit seinem Tun übereinstimmt und ein Werk zum Abschluss bringt. Was aber nicht heißt, dass das Malen reine Freude ist. Es ist immer auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem, was man auf die Leinwand bringt. Und Auseinandersetzung heißt auch Ringen ..., da kann durchaus auch Frust aufkommen. Der ist aber vergessen, wenn ich am Ende zufrieden bin und das Malen von der Hand geht. Und natürlich ist jedes Bild auch Kommunikation, da es ja etwas mitteilt. Es muss mit mir sprechen, und wenn es auch andere anspricht - umso besser! Schließlich ist es ja schön, seine Gaben zu teilen.

Welche Umstände brauchst du zum Arbeiten?

Da ich mittlerweile ein eigenes Atelier habe, sind die Vorausetzungen für ein schnelles Eintauchen in die Arbeit gut gegeben.

Was drückst du aus, was bewegt dich?

Die Motive kommen unterschiedlich zustande. Manchmal möchte ich ein vorhandenes Gefühl zum Ausdruck bringen, manchmal einen optischen Eindruck durch mich wiedergeben, und manchmal fange ich einfach an und schaue, was sich da zeigen will. Auch darauf muss man sich einlassen können.
So ist zum Beispiel im letzten Februar, kurz vor dem Ende meines Berufslebens und kurz vor dem Ausbruch der Pandemie in unserem Lande, ein Bild entstanden, dass die Bedrohung schon vorwegnimmt, aber auch Stellen des Lichtblicks offen lässt. Eigentlich wollte ich es nicht ausstellen, denn es fällt ein wenig aus dem Rahmen. Aber nun habe ich vielleicht neugierig gemacht und ich denke noch mal drüber nach.

Und natürlich hatte ich im zurückliegenden Jahr pandemiebedingt wenig Kontakt mit Interessierten und so freue ich mich besonders, meine Bilder in dieser schönen Räumlichkeit zeigen zu können und in den Austausch zu kommen.

Danke, liebe Brigitte, wir freuen uns auf deine Werke.

Die Ausstellung ist Mittwoch und Samstag von 10 bis 13 Uhr und vor und nach allen Kulturveranstaltungen in der Petrus-Kirche, Oberhofer Platz, 12209 Berlin zu sehen.

Fragen: ubo