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Max Diestel: Superintendent im Spannungsfeld von Bekennender Kirche und Amtskirche

Ein Online-Vortrag von Martin Ost am Donnerstag, 6. Mai um 18 Uhr

Grabstein von Max Diestel an der Dorfkirche der Paulus-Kirchengemeinde Lichterfelde | Henri Funck/Wikimedia Commons
Der Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte bietet am Donnerstag, 6. Mai um 18 Uhr gemeinsam mit der Paulus-Kirchengemeinde und dem Kirchenkreis Steglitz eine Online-Veranstaltung zu Max Diestel an. Referent ist Dekan i.R. Martin Ost.

Von 1925 bis 1948 war Max Diestel Superintendent des Kirchenkreises Kölln-Land I (heute: Steglitz, Teltow-Zehlendorf und Wilmersdorf), des größten in der Altpreußischen Union. Nach 1933 sah das Regime in ihm einen Hort der Opposition, Max Diestel galt als „Feind des Nationalsozialismus“, der alles und alle deckte. Man wollte ihn loswerden, riet ihm den Ruhestand an, um Disziplinarmaßnahmen gegen ihn zu vermeiden, aber Diestel blieb, überstand zwei Suspendierungen, mehrere angeratene und eine schon beschlossene Ruhestandsversetzung und verhinderte so, dass ein regimetreuer Kollege den Opponierenden im Kirchenkreis das Leben schwer machen konnte. Er musste ständig die Balance finden, um seine Überzeugungen als Mitglied der Bekennenden Kirche nicht zu verraten und dennoch der regimetreuen Amtskirche keinen Grund zu liefern, ihn aus dem Amt zu drängen. Geprägt hat ihn der Kontakt zur Ökumene über den „Weltbund für Freundschaftsarbeit der Kirchen“, dessen Zweiter Vorsitzender er war und in den er auch Dietrich Bonhoeffer einführte.

Martin Ost war Dekan in der Bayerischen Landeskirche im Kirchenkreis Markt Einersheim und Schriftleiter des Korrespondenzblattes des bayerischen Pfarrervereins, sowie lange Zeit Schwerhörigenseelsorger für die ELKB. Er lebt mit seiner Frau im Ruhestand in Berlin-Lichterfelde und arbeitet an einem Buch über Max Diestel.

Um den Teilnahme-Link zu erhalten, senden Sie bitte eine Nachricht an das Gemeindebüro der Paulus-Kirchengemeinde:  info(at)paulus-lichterfelde.de