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Eine Gegenliturgie zu den Machtszenarien der Welt

Friedensgebete im Kirchenkreis Steglitz


Dienstags von 18–19 Uhr:
  Die Johannes-Kirche in Lichterfelde ist zur persönlichen Gebetszeit für den Frieden geöffnet. Sie können eine Kerze entzünden, Texte sprechen, bedenken und beten. Gegen 19 Uhr wird die Gebetszeit mit einem Segen beschlossen.

Donnerstags um 18 Uhr:  In der Patmos-Kirche hält Pfarrerin Gabriele Wuttig-Perkowski im Rahmen der Passionsandachten wöchentlich ein Friedensgebet.

Donnerstags um 18 Uhr:  Auf dem Vorplatz der  Südender Kirche  gibt es einen "Friedenshügel", an dem Pfarrerin Sabine Kuhnert und Gemeindepädagogin Silvia Schnoor wöchentlich zur Friedensandacht einladen.

Freitags um 18.30 Uhr:  In der  Matthäus-Kirche am Rathaus Steglitz gestalten Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises wechselnd und gemeinsam Andachten mit der Bitte um Frieden.

Freitags um 19 Uhr:  In der Lankwitzer  Dreifaltigkeitskirche halten die Pfarrerinnen Heidrun Miehe-Heger und Elisabeth Schaller eine Friedensandacht.

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Ein Tisch als Zeichen

Was für ein ungewöhnliches, absurdes Bild: Putin an der Stirnseite eines langgestreckten Tisches. Ihm gegenüber und doch weit weg die Vertreter der westlichen Welt: Vorsicht vor Ansteckung, Inszenierung der Macht, Anzeichen für ein längst zerschnittenes Tischtuch?

Von weitem betrachtet, sind die Beteiligten dieser Tischgesellschaft verschwindend klein, der Tisch selbst trägt die ganze Symbolik. Eine andere Tischszene kommt in den Sinn, die ebenfalls nicht in Harmonie getaucht war: das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern.

Und doch sind wir in der Tischrunde des Abendmahls geeint, wenn wir es feiern. Da essen Menschen von einem Brot, da trinken sie aus einem Kelch, da werden sie - in der Gemeinschaft mit Christus - zu Schwestern und Brüdern.

Es hat etwas Utopisches, dieses Mahl, dieser Gegenentwurf zu den Inszenierungen der Macht. Und doch öffnet sich mitten in der unerlösten Welt der Himmel. Da wird die Utopie zur erfahrbaren Realität: wir erfahren Stärkung und Wegzehrung.

Unsere Hoffnung bleibt unzerstörbar. Darum beten wir für den Frieden und jagen ihm nach, jetzt in diesen Tagen und immer.

Superintendent Thomas Seibt