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Jung und Alt - wie kann das gehen

Foto: Depositphotos

Treffen der Generationen

Berlin, 12.1.2017 - Am Mittwoch, den 18. Januar 2017 um 18 Uhr laden die Schülerbischöfe Malte, Anaïs, Alina und Leona zu einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein in die Ev. Schule Steglitz ein (Beymestraße 6-7, 12167 Berlin): Eberhard Diepgen - ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin, Irmela Mensah-Schramm - Menschenrechtsaktivistin, Susanne Peters-Streu - Pfarrerin für Altenpflegeheimseelsorge und Werner Rau - mehrfacher Marathonläufer stellen sich den Fragen. Es geht um die Verständigung der Generationen, die Entwicklung von Verständnis aufgrund von Wissen, die demografische Entwicklung und was sowohl der Einzelne als auch die Politik tun müssen.

In den sechs Wochen ihrer Amtszeit haben die vier Berliner Schülerbischöfe im Alter von 11 bis 16 Jahren einiges erlebt: Sie haben für ihr Thema geworben, Interviews gegeben und dafür gesorgt, dass sich alle 21 Klassen der Ev. Schule Steglitz mit einem Projekt zum Thema „Jung und Alt“ befassen. Dabei wurden die Bilder, die die Kinder und Jugendlichen von alten Menschen haben, teils erheblich korrigiert. „Mir haben Schüler erzählt, dass sie gern viel mehr Zeit mit den Alten verbracht hätten und überrascht waren, wie interessant das war,“ sagt Alina.

Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler in den Klassen Thesen zum gelingenden Miteinander der Generationen erarbeitet. 95 sollen es am Ende sein, die öffentlich von den jungen Bischöfen übergeben werden.

Am 27. Januar werden die Schülerbischöfe dann in einem Gottesdienst um 8.30 Uhr von Superintendent Thomas Seibt in der Paulus-Kirche Lichterfelde aus ihrem Amt verabschiedet. Bis dahin und auch nach Ende ihrer Amtszeit werden sie einiges bewegt haben.

Das Projekt Schülerbischöfe wird seit 2010 an evangelischen Schulen in Berlin durchgeführt. Die Tradition der Kinderbischöfe kommt aus dem Mittelalter. An Kloster- und Stiftsschulen wurde zu bestimmten Zeiten ein Schüler zum Bischof beziehungsweise zum Abt gewählt. Für einen Tag durfte er einen Teil der bischöflichen Amtspflichten übernehmen. Durch den Rollentausch war es Kindern und Jugendlichen möglich, mit ihren Anliegen vor Erwachsenen Gehör zu finden.


Fotos: Klaus Böse

Berlin, 6.12.2016 - Am Nikolaustag wurden Alina, Leona, Malte und Anaïs in der vollbesetzten St. Marienkirche am Alexanderplatz von Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein in ihr Amt als Schülerbischöfinnen und Schülerbischof für Berlin eingeführt. Viel Musik von einer Solo-Sängerin, einer Trommelgruppe und einem Chor der Evangelischen Schule Steglitz und natürlich der Orgel gaben dem Geschehen einen festlichen Rahmen.

"Ihr habt euch ein tolles und wichtiges Thema gesetzt", sagte Ulrike Trautwein in ihrer Predigt zu den Bischöfen gewandt. Wenn sie daran denke, dass es in einigen Jahren viele, sehr viele alte Menschen und nur wenige junge gebe, mache sie sich Sorgen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Umso mehr freut es mich, dass ihr euch um das Miteinander der Generationen und das Abbauen von Vorurteilen kümmern wollt", sagte sie.

Mehr Verständnis zwischen den Generationen, Respekt für einander, gemeinsame Zeit und gegenseitige Hilfe zwischen Jung und Alt: Die von den Schülerbischöfen formulierten Fürbitten wurden auf ihren Wunsch hin jeweils von ihnen selbst und einem alten Menschen vorgetragen.

Direkt nach ihrer Einführung hatten die Schülerbischöfe bereits erste Amtsgeschäfte zu erledigen: Sie machten einen Antrittsbesuch bei Bischof Markus Dröge, um ihr Projekt vorzustellen. Gleich anschließend ging es ins Hörfunkstudio des Evangelischen Rundfunkdienstes. Dort wurden die Kinder und Jugendlichen von Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit zu ihrem Thema interviewt. Der Mitschnitt wird in einer Sendung zur Jahreslosung am 1. Januar um 9.40 Uhr auf Antenne Brandenburg zu hören sein.

Das Bischofsamt für Kinder wurde vom Heiligen Nikolaus abgeleitet, der sich insbesondere für junge Menschen einsetzte. Im 11. Jahrhundert hat sich die Tradition entwickelt, Kinder für einen Tag das Bischofsamt zu übertragen, um ihre Anliegen vorzubringen.

 

Steglitzer Schülerbischöfe für ein Miteinander der Generationen
Schülerbischöfe

Die Steglitzer Schülerbischöfe Malte, Alina, Anaïs und Leona (v.l.) / Foto: Klaus Böse


Berlin, 1.12.2016 - Sie heißen Alina, Leona, Malte und Anaïs, sind 15 und 11 Jahre alt und sie lieben Reiten, Hockey und Musik machen. Alle sind Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Steglitz und dann gibt es da noch eine Gemeinsamkeit: Am Dienstag, den 6. Dezember 2016 werden die vier als Berliner Schülerbischöfe um 10.30 Uhr in der St. Marienkirche am Alexanderplatz von Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein in ihren Dienst eingeführt. Die 500-köpfige Schulgemeinschaft und Gäste feiern den Beginn dieser zweimonatigen Amtszeit mit, in der die Kinder und Jugendlichen ihr Thema nach außen tragen wollen.

„Wir Schülerbischöfe setzen uns dafür ein, dass junge und alte Menschen mehr Verständnis füreinander entwickeln“, sagt Leona. Sie und Alina wissen schon gut Bescheid, die beiden haben längst ein ganz besonderes Projekt durchlaufen: 10 Wochen lang verbringen die Schüler der 8. Klassen Freizeit mit einer Seniorin oder einem Senior, erzählen sich von einander und unternehmen etwas gemeinsam. Alina hat noch jetzt Kontakt zu der alten Dame von damals und hilft ihr gelegentlich im Alltag. Malte hingegen meint: „Ich hab schon oft gehört, früher wäre alles besser gewesen. Da bin ich gespannt zu sehen, was passiert, wenn Jung und Alt zusammenkommen.“

Für Sigrid Kettner, Leiterin der Evangelischen Schule Steglitz, ist vor allem eines wichtig: Die ganze Schule soll an dem Projekt der Schülerbischöfe teilhaben und alle Schüler davon profitieren. Daher stellt jede der 21 Klassen etwas auf die Beine, die Ideen reichen von ‚gemeinsam kochen‘ über ‚Computerkurs für alte Menschen‘ bis hin zu ‚Besuche im Altenheim‘. Dazu verfassen die Klassen passend zum Reformationsjahr 95 Thesen zum Thema „Jung und Alt“. Nach Möglichkeit wollen die vier Schülerbischöfe die Thesen dem Regierenden Bürgermeister übergeben. Für Januar ist außerdem eine Podiumsdiskussion vorgesehen, zugesagt haben bereits der ehemalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen und die Aktivistin Irmela Mensah-Schramm.

Zurzeit sind die vier designierten Amtsträger allerdings noch damit beschäftigt, herauszufinden, was genau eine Bischöfin oder ein Bischof macht. Am Tag ihrer Einführung werden sie sich vom echten Bischof Markus Dröge dazu noch etwas erzählen lassen.

Das Projekt Schülerbischöfe wird seit 2010 an evangelischen Schulen in Berlin durchgeführt. Die Tradition der Kinderbischöfe kommt aus dem Mittelalter. An Kloster- und Stiftsschulen wurde zu bestimmten Zeiten ein Schüler zum Bischof beziehungsweise zum Abt gewählt. Für einen Tag durfte er einen Teil der bischöflichen Amtspflichten übernehmen. Durch den Rollentausch war es Kindern und Jugendlichen möglich, mit ihren Anliegen vor Erwachsenen Gehör zu finden.

Letzte Änderung am: 31.01.2017