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Eine der drängendsten Aufgaben

Neue Stelle in der Koordination der Flüchtlingsarbeit eingerichtet

Aufgrund der aktuellen Lage hat der Kirchenkreis Steglitz in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf kurzfristig eine Projektstelle mit 50 Prozent Stellenumfang eingerichtet:

Ab 1. November arbeitet Christiane Kehl in der Koordination der Flüchtlingsarbeit des Kirchenkreises Steglitz. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Beratung der Kirchengemeinden, die Begleitung Ehrenamtlicher und die Vernetzung der Angebote für Flüchtlinge. Christiane Kehl hat ihren Dienstsitz in der Sozialen Beratung des Diakonischen Werks (Johanna-Stegen-Str. 8, 12167 Berlin), wo bereits die Projektkoordination der Flüchtlingslotsinnen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf untergebracht ist.

Die Arbeit mit Flüchtlingen ist zurzeit drängend. Viele Menschen sind bereit, sich für Schutzsuchende zu engagieren, benötigen dabei aber Unterstützung. „Mir sind im Umgang mit Ehrenamtlichen zwei Dinge besonders wichtig: Gut zuhören und Überforderung vermeiden. Freiwillige sollten gut begleitet werden, um ihre jeweiligen Talente einbringen zu können“, sagt Christiane Kehl. Sie selbst habe bereits Ideen für Projekte, die gute Begegnungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen in den Kirchengemeinden ermöglichen können. Zunächst aber würde sie eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Angebote machen. Außerdem wird sich Christiane Kehl in die bestehenden Netzwerke der Flüchtlingshilfe auf bezirklicher und landeskirchlicher Ebene einarbeiten, um für den Kirchenkreis kompetente Ansprechperson zu sein. Andachten könnten darüber hinaus das christliche Fundament des gemeinsamen Tuns stärken, sagt sie.

Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin lebt seit 2006 mit ihrer Familie in Berlin. Freiwilliges Engagement war ihr schon immer wichtig, eine Aufgabe aber liegt ihr besonders am Herzen: die Ehrenamtskoordination der Kulturstiftung St. Matthäus. Seit vielen Jahren vernetzt und begleitet Christiane Kehl dort ein Team von rund 20 Ehrenamtlichen, das die Kirche offen hält und durch die Ausstellungen führt. Außerdem studiert die 55-Jährige Evangelische Theologie fürs Ehrenamt, womit sie die Befähigung zum selbstständigen Halten von Gottesdiensten erlangen wird. Über ihre neue Aufgabe sagt sie: „Ich möchte mich in diese wichtige Arbeit mit dem einbringen, was ich gut kann: Teams bilden, stärken und begleiten.“